
Die libanesische Schiitenmiliz Hisbollah hat am Sonntag den libanesischen Behörden einen Verdächtigen im Zusammenhang mit dem Tod des «Blauhelms» übergeben, der letzte Woche bei einem Angriff auf einen Konvoi der Interimstruppe der Vereinten Nationen im Libanon (UNIFIL) ums Leben kam.
Aus Sicherheits- und Justizkreisen verlautete gegenüber der arabischen Tageszeitung Asharq Al-Awsat, dass sich der Verdächtige nun in den Händen der Behörden befinde – auch wenn zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt ist, ob er der Gruppe angehört oder ein Sympathisant ist – und dass «weitere Einzelheiten» der laufenden Ermittlungen «bald bekannt werden».
Der Leiter der UNIFIL-Mission, der Spanier Aroldo Lázaro, nahm am 18. Dezember an einer Zeremonie auf dem internationalen Flughafen Raif Hariri in der libanesischen Hauptstadt Beirut teil, um den Anfang letzter Woche verstorbenen «Blauhelm» zu ehren, wie die UN mitteilten.
Der irische Soldat Sean Rooney wurde bei einem Angriff in der südlichen Stadt Al Aqbiya getötet, als Unbekannte mit Handfeuerwaffen auf zwei gepanzerte Fahrzeuge feuerten, in denen sich acht Soldaten befanden, und drei weitere «Blauhelme» verletzten.
Am Donnerstag fand in der Holy Family Church in Dundalk, Grafschaft Louth, ein letzter Abschiedsgottesdienst statt, nach dem er auf dem All Saints Catholic Church Cemetery in Newtowncunningham beigesetzt wurde, wie RTE berichtete.
Die UNIFIL wurde 1978 in das Land entsandt und nach dem Konflikt zwischen Israel und der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah im Jahr 2006 wiederhergestellt. Der Konflikt dauerte etwas mehr als einen Monat und forderte im Libanon rund 1.200 Todesopfer – zumeist Zivilisten – und 160 Israelis – zumeist Soldaten – sowie erhebliche Sachschäden in dem arabischen Land.
Die Resolution 1701 fordert die Beendigung des Konflikts, den Abzug der israelischen Truppen aus dem Libanon und die Stationierung libanesischer Streitkräfte und der UNIFIL im Südlibanon. Er fordert außerdem die Entwaffnung aller bewaffneten Gruppen im Libanon, wozu auch die Hisbollah gehört, und keine anderen Streitkräfte als die der UNIFIL und des Libanon südlich des Litani-Flusses, wozu sowohl Israel als auch die libanesische Parteimiliz gehören.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






