
Der Verfassungsausschuss des chilenischen Senats hat einstimmig den Gesetzentwurf gebilligt, der die Einleitung eines neuen Verfassungsprozesses im Land ermöglicht, nachdem der vorherige Verfassungsvorschlag im September von einer großen Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt worden war.
Konkret haben die fünf Senatoren, die diese Kommission bilden, die Reform im Rahmen des «Abkommens für Chile» gebilligt, um einen Verfassungsrat mit 50 direkt von den Chilenen gewählten Vertretern und 24 vom Nationalkongress ernannten Experten einzusetzen, wie «Bio Bio Chile» berichtet.
Dieser Rat hat den alleinigen Zweck, einen Vorschlag für eine neue Verfassung zu erörtern und zu billigen, und wird nach Abschluss dieser Aufgabe aufgelöst. Die vorgeschlagenen Verfassungsnormen müssen von drei Fünfteln der amtierenden Ratsmitglieder gebilligt werden, und der endgültige Vorschlag wird einem Referendum unterzogen.
Der Rat wird sich aus überzähligen indigenen Sitzen zusammensetzen, die nach dem Prozentsatz der effektiven Stimmen bei der Wahl vergeben werden, erklärte der Senat in einer Erklärung.
Diese vom Senatsausschuss gebilligte Reform muss nun noch vom Plenum beider Kammern geprüft werden, wo sie mindestens die absolute Mehrheit erhalten muss.
Der Senatsausschuss geht davon aus, dass der Gesetzesentwurf spätestens am Montag an die Abgeordnetenkammer weitergeleitet wird, so dass spätestens am Mittwoch im Senat darüber abgestimmt werden kann, berichtet die chilenische Zeitung La Nación.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






