
Das chinesische Zentrum für Seuchenkontrolle und -prävention wird auch die überzähligen Todesfälle untersuchen, um diese Daten zu veröffentlichen, da der Verdacht besteht, dass die offiziellen Daten über COVID-19-Fälle und -Todesfälle das wahre Ausmaß der Pandemie nicht genau widerspiegeln, insbesondere jetzt, da die Zahl der Infektionen explosionsartig ansteigt.
Die Experten berechnen die Differenz zwischen der Gesamtzahl der Todesfälle und der Zahl, die in einem nicht pandemischen Kontext zu erwarten wäre. Der Chef-Epidemiologe des Zentrums, Wu Zunyou, sagte am Donnerstag, dass die Einführung einer neuen Variable klären werde, ob die Behörden das Ausmaß der Gesundheitsgefährdung «unterschätzt» hätten.
«Die durch COVID-19 verursachten Todesfälle sind ein weltweites Problem», sagte Wu bei einem Briefing, über das die COVID-19-Agentur berichtete, und bestätigte, dass die Behörden eine ähnliche Strategie anwenden werden wie bei der Abschätzung der Auswirkungen des ersten Ausbruchs in der Stadt Wuhan. Das Gesundheitsministerium fügte seiner offiziellen Zählung fast 1.300 Todesfälle hinzu.
Neben der mangelnden Transparenz der Daten durch die Regierung haben sich auch die Protokolle geändert, die beispielsweise keine Massenscreening-Tests mehr vorsehen, wie sie seit Ausbruch der Pandemie in den einzelnen Gebieten durchgeführt wurden. Sie hat auch die Definition des Todes durch COVID-19 eingeschränkt, so dass nur Opfer von Atemwegsversagen, das direkt durch das Virus verursacht wurde, berücksichtigt werden.
Die Regierung schätzt die Zahl der täglich entdeckten Fälle auf einige Tausend, obwohl die oberste Gesundheitsbehörde einräumt, dass in der vergangenen Woche an einem einzigen Tag fast 37 Millionen Fälle registriert worden sein könnten. Angesichts dieser außer Kontrolle geratenen Situation haben mehrere Länder, darunter auch die Vereinigten Staaten, beschlossen, erneut Beschränkungen für Reisende aus China einzuführen.
Bilder in den sozialen Medien zeigen, dass die Krankenhäuser überfüllt sind, aber ein Beamter des Gesundheitsministeriums, Jiao Yahui, der für die Krankenhäuser zuständig ist, sagte, dass 80 Prozent der Intensivpflegeplätze noch nicht besetzt sind. Er räumte jedoch ein, dass es in einigen Gebieten, darunter auch in der Hauptstadt Peking, zu einer Spitze kommen könnte.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






