
Die chilenische Premierministerin Irina Karamanos kündigte am Donnerstag die Schließung des Büros für soziokulturelle Koordinierung der Präsidentschaft an, einer Einrichtung, die mit dem Amt verbunden ist und deren Auflösung sie schon vor Monaten versprochen hatte.
Auf diese Weise wird die First Lady von Chile nicht mehr über ein Beraterteam verfügen und den für dieses Gremium reservierten Raum am Regierungssitz, dem Palacio de la Moneda, nicht mehr nutzen, wie die Zeitung «La Tercera» berichtet.
Karamanos ist der Ansicht, dass diese Entscheidung die Koordinierung zwischen den Organisationen und Stiftungen und dem jeweiligen Ministerium in ihrem Bereich erleichtern wird und dass der Vorsitz der soziokulturellen Koordinierung von den einzelnen Ministerien und nicht vom Staatsoberhaupt übernommen wird.
So wird das Frauenministerium für die Ernennung des Vorsitzenden der Stiftung für die Förderung und Entwicklung von Frauen zuständig sein, das Bildungsministerium für die Leitung der Itegra-Stiftung, und so weiter in jedem Ministerbereich.
Karamanos betonte, dass diese Maßnahme einen Teil der Verpflichtung erfüllt, die institutionelle Rolle des Amtes der chilenischen First Lady zu überprüfen, um es «umzugestalten» und mit einer «zeitgemäßen Perspektive» zu versehen.
«Es ist ein stolzer Schritt in dem Sinne, dass wir in der Lage sind, das Bild eines Präsidentenpaares oder die Stereotypen, die kulturell mit der Rolle der First Ladies verbunden sind, zu erneuern», sagte er.
Der chilenische Präsident Gabriel Boric, der ebenfalls bei der Veranstaltung anwesend war, begrüßte die Entscheidung der First Lady als Erfüllung der Verpflichtung, die er bei seinem Amtsantritt im März letzten Jahres eingegangen war.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






