
Die Staatsanwaltschaft von El Salvador teilte am Mittwoch mit, dass der Haftbefehl gegen den Bürgermeister von Soyapango, Nercy Montano, in einer mit der Nationalpolizei koordinierten Aktion vollstreckt wurde.
«In Übereinstimmung mit unserer Aufgabe, die Interessen der Gesellschaft zu wahren, wurde heute Abend der Haftbefehl gegen den Bürgermeister von Soyapango in einer koordinierten Operation mit der Nationalen Zivilpolizei von El Salvador (PNCSV) vollstreckt», so die Staatsanwaltschaft in einer Erklärung im sozialen Netzwerk Twitter.
Die Staatsanwaltschaft hat angedeutet, dass der Bürgermeister wegen Veruntreuung von Arbeitskontingenten, Pflichtverletzung zum Nachteil der öffentlichen Verwaltung und Veruntreuung öffentlicher Gelder angeklagt werden wird.
Die Beschäftigten des Bürgermeisteramtes von Soyapango haben am Dienstag die Nichtzahlung von Weihnachtsgeld und Dezembergehältern durch die Behörden angeprangert. Darüber hinaus wurde in der Gemeinde ein Protest gegen diese Anschuldigungen organisiert.
«WIR MÜSSEN DAS SCHLECHTE LOSWERDEN».
Der Präsident von El Salvador, Nayib Bukele, hat auf die Festnahme der Bürgermeisterin von Soyapango reagiert und versichert, dass in seinem Land «die Korruption nie bekämpft wurde und schon gar nicht gegen Beamte der gleichen Partei wie die Regierung».
«Aber wenn wir als Gesellschaft vorankommen wollen, müssen wir verstehen, dass dies eine Notwendigkeit und unvermeidlich ist. Das Schlechte muss entwurzelt werden, damit das Gute wachsen kann», sagte er in einem Beitrag auf seinem Twitter-Profil.
Die Regierung Bukele zeichnet sich durch die Verhängung des Ausnahmezustands aus, der seit dem 27. März in Kraft ist und auf die Bekämpfung der Banden abzielt, die täglich Dutzende von Todesopfern im Lande fordern.
Während des Ausnahmezustands ist die salvadorianische Regierung befugt, bestimmte Freiheiten und Garantien auszusetzen, um den Einsatz von Militär und Polizei in den Straßen und Gemeinden zu erleichtern, in denen die Morde begangen wurden.
Im Einzelnen sieht diese Maßnahme die Aussetzung des Versammlungsrechts im ganzen Land, die Erhöhung der Höchstdauer der Inhaftierung von 72 Stunden auf 15 Tage, die Abschaffung des Rechts auf Verteidigung und die Abschaffung des Rechts, in der Telekommunikation nicht abgehört zu werden, vor.
Diese Politik hat dem Land und insbesondere Präsident Bukele nicht nur Kritik von Seiten der nationalen Opposition eingebracht, sondern auch von zahlreichen Menschenrechtsorganisationen, die vor willkürlichen Verhaftungen und fehlenden Garantien für Gefangene warnen.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






