
Ein türkisches Berufungsgericht hat am Mittwoch die im April verhängte lebenslange Haftstrafe für den Aktivisten Osman Kavala bestätigt, dem vorgeworfen wird, 2013 regierungsfeindliche Unternehmen finanziert und eine Rolle beim gescheiterten Putschversuch 2016 gespielt zu haben.
Das Gericht bestätigte auch die 18-jährige Haftstrafe für sieben weitere Angeklagte, die der Mittäterschaft in dem als «Gezi-Park» bekannten Fall beschuldigt werden, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anatolia.
Kavala befindet sich seit 2017 in Haft und wartet auf ein Verfahren wegen der gegen ihn erhobenen Vorwürfe. Einrichtungen wie der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte haben sich für seine Freilassung eingesetzt.
Während dieser ganzen Zeit hat Kavala alle Vorwürfe bestritten, und seine Anwälte sind so weit gegangen, seine Inhaftierung als ungerecht zu bezeichnen, da sie auf «abstrakten, unbegründeten und fiktiven» «politischen Motiven» beruhe.
Bereits im November letzten Jahres, als die türkische Justiz beschloss, die Haftzeit des Aktivisten und Philanthropen zu verlängern, gab es Kritik an seiner Inhaftierung und sogar eine diplomatische Krise zwischen der Türkei und anderen westlichen Partnern wie den USA und Deutschland.
Damals schlug der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan in einem Brief sogar die Ausweisung mehrerer Botschafter aus Ankara vor, weil sie die Freilassung Kavalas unterstützt hatten.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






