
Das ukrainische Verteidigungsministerium warnte am Donnerstag, dass die angeblich von Weißrussland abgefangene Rakete, die Minsk Kiew vorwirft, in Wirklichkeit von Russland in einem Versuch der «absichtlichen Provokation» abgeschossen worden sein könnte.
Das ukrainische Verteidigungsministerium warnte, dass die «verzweifelten und hartnäckigen» Versuche Russlands, Weißrussland in den Krieg hineinzuziehen, Moskau dazu veranlasst haben könnten, einen Angriff unter falscher Flagge auf seinen wichtigsten Verbündeten zu starten.
Kiew hat bestätigt, dass es bereit ist, eine «objektive Untersuchung» der Geschehnisse durchzuführen, die im Zusammenhang mit einem massiven Angriff der russischen Streitkräfte in bis zu 10 Regionen der Ukraine stehen.
«Die Ukraine ist bereit, autorisierte Experten aus den Staaten, die in keiner Weise mit der Unterstützung des terroristischen Staates Russland in Verbindung stehen, zur Teilnahme an einer solchen Untersuchung einzuladen», so das ukrainische Verteidigungsministerium.
Kiew nutzte die Erklärung auch, um die unaufhörlichen russischen Angriffe auf das gesamte ukrainische Staatsgebiet anzuprangern. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wurden mehr als 18 Wohngebäude und zehn Punkte der kritischen Infrastruktur in zehn Regionen zerstört.
«Die Welt kann bei diesen Verbrechen nicht abseits stehen. Sogenannte Neutralität, Vorsicht und Zurückhaltung sind Unterstützung für einen terroristischen Staat (…) Die Ukraine leistet weiterhin Widerstand gegen die russische Barbarei und Aggression», so das ukrainische Militärministerium.
Die belarussische Regierung teilte am Donnerstag mit, dass ihre Luftabwehrsysteme eine aus der Ukraine abgefeuerte Rakete abgefangen hätten und mehrere Raketenteile in der Gegend um die Stadt Gobarja eingeschlagen seien, wobei es bisher keine Berichte über Verletzte gegeben habe.
In diesem Zusammenhang hat das belarussische Außenministerium den ukrainischen Botschafter in Minsk, Igor Kizim, einbestellt, um ihm persönlich seinen Unmut über einen Vorfall mitzuteilen, den der Präsident des Landes, Alexander Lukaschenko, gründlich zu untersuchen angeordnet hat.
Lukaschenko ist ein wichtiger Verbündeter des russischen Präsidenten Wladimir Putin bei der Militäroffensive in der Ukraine, obwohl Weißrussland behauptet, nicht direkt beteiligt sein zu wollen. Die russischen und belarussischen Streitkräfte haben jedoch gemeinsame Manöver durchgeführt.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






