
Offizielle Vertreter der Vereinigten Staaten, Japans und Südkoreas verurteilten am Samstag den jüngsten Start einer ballistischen Rakete durch Nordkorea und forderten angesichts möglicher Maßnahmen der internationalen Gemeinschaft eine verstärkte Zusammenarbeit mit China.
Der südkoreanische Sonderbeauftragte für Sicherheitsfragen auf der koreanischen Halbinsel, Kim Gunn, und seine US-amerikanischen bzw. japanischen Amtskollegen, Sung Kim und Takehiro Funakoshi, haben eine Reihe von Gesprächen zu diesem Thema geführt.
Die drei Vertreter haben Nordkorea gewarnt, dass solche militärischen Aktivitäten nur eine «Provokation» sind und «keine Wirkung haben werden». Sie haben auch vor einer möglichen Reaktion der internationalen Gemeinschaft auf das gewarnt, was sie als klare «Verletzung» der Resolutionen des UN-Sicherheitsrats ansehen.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur Yonhap haben die Parteien vereinbart, ihre Sicherheitszusammenarbeit zu verstärken, um der nordkoreanischen Bedrohung zu begegnen und «neue Provokationen» zu unterbinden. In diesem Zusammenhang haben sie sich verpflichtet, die Kontakte zu China zu verstärken, da dieses Land eine «entscheidende Rolle» bei der «Eindämmung nordkoreanischer Militäraktionen» spielt.
Das südkoreanische Außenministerium gab an, dass der Start vom Bezirk Chunghwa südlich von Pjöngjang aus erfolgte, und bestätigte, dass die drei Kurzstreckenraketen etwa 350 Kilometer weit flogen, bevor sie in das Japanische Meer stürzten.
Nordkorea hat im Jahr 2022 eine Rekordzahl von 70 ballistischen Raketen gestartet. Anfang dieser Woche wurden mehrere nordkoreanische Drohnen im südkoreanischen Luftraum abgefangen, was zu verstärkten Spannungen führte.
Das US-Kommando für den indopazifischen Raum erklärte in einer Erklärung, dass dieser Schritt zwar «keine direkte Bedrohung für das Land und seine Verbündeten» darstelle, aber «die destabilisierende Wirkung» von Nordkoreas ballistischem Programm unterstreiche.
Der Start erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un eine Sitzung der Arbeiterpartei leitet, auf der wirtschaftliche und politische Fragen für das kommende Jahr erörtert werden. Er hat jedoch bisher kein Interesse gezeigt, sein ballistisches und nukleares Programm aufzugeben.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






