
Das Britische Museum, das eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen historischen Erbes beherbergt, hat erstmals Kontakte mit den griechischen Behörden im Hinblick auf eine mögliche Rückgabe der geplünderten Parthenon-Marmore bestätigt, die seit dem 19. Jahrhundert immer wieder Gegenstand politischer Auseinandersetzungen sind.
In den letzten Tagen gab es zahlreiche Spekulationen über eine bevorstehende Einigung über die Elgin-Marbles. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, steht ein Tauschabkommen kurz vor dem Abschluss, wonach Athen die Marmorstücke im Rahmen eines kulturellen Austauschs zurückerhält, der die Ausleihe anderer Stücke nach London erleichtern würde.
Quellen aus dem griechischen Kulturministerium haben gegenüber der Zeitung «Kathimerini» dementiert, dass eine solche Vereinbarung besteht. Offiziell ist jedoch, dass es Kontakte gibt und dass diese «konstruktiv» verlaufen, wie das Britische Museum am Donnerstag in einer beispiellosen Geste bekannt gab.
Wir haben öffentlich gesagt, dass wir aktiv eine neue Allianz mit unseren Freunden in Griechenland zum Parthenon anstreben», erklärte die britische Institution, was laut «The Guardian» zu einem «neuen Jahr» der Gespräche zwischen den beiden Parteien führt.
Die griechische Regierung hat immer argumentiert, dass sie die dauerhafte Rückgabe des Erbes im Besitz des Britischen Museums wünscht, während das Museum auf eine Art Zwischenlösung setzt. Die britische Regierung betonte im Dezember, dass sie nicht beabsichtigt, das Gesetz zu reformieren, das die dauerhafte Rückgabe von Kunstwerken auf Ausnahmefälle beschränkt.
Die Elgin Marbles sind eine der Hauptattraktionen des Britischen Museums, das auch andere Stücke aus dem antiken Griechenland und anderen historischen Kulturen wie Ägypten ausstellt.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






