
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Donnerstag nach der Totenmesse für den emeritierten Papst in Rom den verstorbenen Papst Benedikt XVI. als einen herausragenden Theologen von großer Demut gewürdigt.
«Er hat den Gläubigen den reichen Schatz der katholischen Kirche mit dem Verstand und mit der Seele vermittelt. Das ist es, was sein Andenken prägen wird», sagte Steinmeier. Benedikt XVI. sei in der ganzen Welt hoch geachtet gewesen, was sich auch nach seinem Rücktritt vom Pontifikat 2013 nicht geändert habe, berichtete die Deutsche Presse-Agentur DPA.
Er bedankte sich auch dafür, dass er an der Beerdigung auf dem Petersplatz teilnehmen konnte und dafür, dass Papst Franziskus zuvor die deutsche Delegation empfangen hatte. In diesem Zusammenhang betonte er, dass der emeritierte Papst immer tief in den katholischen Traditionen verankert war, gleichzeitig aber auch zum Dialog mit anderen Kirchen und Religionen aufrief.
«Er selbst hat das Gespräch mit den Muslimen und auch mit den Juden geführt», betonte er und erinnerte an die Besuche Joseph Ratzingers in Deutschland und seine Rede im Bundestag. «Er war der erste Papst, der vor dem Deutschen Bundestag gesprochen hat», sagte er.
Der deutsche Bundespräsident betonte auch, dass Benedikt XVI. sich für die Aufarbeitung der Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche einsetzen werde. «Ein Prozess der Versöhnung mit der Vergangenheit ist im Gange und muss fortgesetzt werden», sagte er.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






