
Die Nationale Befreiungsarmee (ELN) hat bestätigt, dass ein bilateraler Waffenstillstand der nächste Punkt der für den 23. Januar in Mexiko anberaumten Verhandlungen sein wird, nachdem die vom kolumbianischen Präsidenten Gustavo Petro vor einigen Tagen angekündigte Maßnahme nicht auf die Zustimmung der Guerilla gestoßen ist.
Die ELN hat betont, dass sie, wie sie am Ende der ersten Gesprächsrunde erklärte, das von Petro erlassene Dekret «als einen Vorschlag versteht, der in der nächsten Runde geprüft werden soll» und dass sie bis dahin keine Entscheidung treffen kann, bevor sie nicht mit der nationalen Führung darüber gesprochen hat.
Gleichzeitig hat die Guerilla die Gelegenheit genutzt, um die Bilanz der Überwachung des mit der Regierung vereinbarten Weihnachtsfriedens durch das Conflict Analysis Resource Centre (CERAC) zu veröffentlichen, in der hervorgehoben wird, dass keine gewaltsamen Aktionen verzeichnet wurden, die ihr zugeschrieben werden können.
Sie weist auch darauf hin, dass die ELN zwischen dem 24. Dezember und dem 2. Januar zwei Personen freigelassen hat, die im vergangenen Monat in Arauca und Norte de Santander entführt worden waren, und dass es keine Operationen der Sicherheitskräfte gegen die Guerilla gab.
Trotz des jüngsten Rückschlags sind die Vertreter von Casa Nariño bei den Gesprächen zuversichtlich, dass die Gespräche gut verlaufen werden. Senatorin María José Pizarro betonte, dass das Ziel, den Frieden zu erreichen, «unberechenbar» sei und «ungeachtet aller Hindernisse» erreicht werden werde.
«Ich bin zuversichtlich, dass wir in der nächsten Verhandlungsrunde die Einstellung der Feindseligkeiten in Angriff nehmen können. Das ist es, worum es bei einem totalen Frieden geht», sagte er auf Twitter und betonte, dass bereits die Einrichtung eines Verhandlungstisches «ein wichtiger Schritt nach vorn» sei.
Für Senator Iván Cepeda ist die jüngste Botschaft der ELN, die bestätigt, dass der bilaterale Waffenstillstand der erste Punkt sein wird, über den in der nächsten Gesprächsrunde verhandelt wird, «bedeutsam», denn «keine Möglichkeit ist abgeschlossen».
In dieser Woche dementierte die ELN, dass sie einen bilateralen Waffenstillstand mit der kolumbianischen Regierung geschlossen habe, wie Präsident Petro am 31. Dezember angekündigt hatte. Die Guerilla stellte klar, dass eine solche Möglichkeit von ihren Strukturen analysiert werden müsse und auf dem nächsten Treffen in Mexiko erörtert werden solle.
Die Regierung reagierte daraufhin mit der Aufhebung des Dekrets, in dem diese Maßnahme festgelegt wurde, so dass die staatlichen Sicherheitskräfte weiterhin volle Offensivbefugnisse haben.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






