
Ein libanesisches Militärgericht hat am Donnerstag sieben Personen wegen ihrer mutmaßlichen Beteiligung an einem Anschlag auf einen Konvoi der Interimstruppe der Vereinten Nationen im Libanon (UNIFIL) im Dezember angeklagt, bei dem ein irischer «Blauhelm» ums Leben kam.
Nach Angaben der libanesischen Tageszeitung «L’Orient le Jour» durchschlugen insgesamt sieben Geschosse das UNIFIL-Fahrzeug, das in der Nähe der Stadt Al Aqbiya auf dem Weg in die Hauptstadt Beirut angegriffen wurde.
Die schiitische Miliz Hisbollah, die diese Gebiete im Süden des Landes kontrolliert, hat jede Rolle bei dem Vorfall bestritten, obwohl von dieser Zeitung zitierte Quellen sagten, dass zwei Mitglieder der Gruppe angeblich an dem Angriff beteiligt waren. Am 25. Dezember übergab die Hisbollah einen Verdächtigen an die libanesischen Behörden.
Der amtierende libanesische Premierminister Nayib Mikati hat versprochen, die für den Anschlag Verantwortlichen zu «bestrafen». «Die Atmosphäre, in der die internationalen Soldaten arbeiten, ist gut und die Ermittlungen zum Tod des irischen Soldaten werden fortgesetzt», sagte er Mitte Dezember.
Die UNIFIL wurde 1978 in das Land entsandt und nach dem Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah im Jahr 2006 wiederhergestellt. Der Konflikt dauerte etwas mehr als einen Monat und forderte im Libanon rund 1.200 Todesopfer – zumeist Zivilisten – und 160 Israelis – zumeist Soldaten – sowie erhebliche Sachschäden in dem arabischen Land.
Die Resolution 1701 fordert die Beendigung des Konflikts, den Abzug der israelischen Truppen aus dem Libanon und die Stationierung libanesischer Streitkräfte und der UNIFIL im Südlibanon. Er fordert außerdem die Entwaffnung aller bewaffneten Gruppen im Libanon, wozu auch die Hisbollah gehört, und keine anderen Streitkräfte als die der UNIFIL und des Libanon südlich des Litani-Flusses, wozu sowohl Israel als auch die libanesische Parteimiliz gehören.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






