
Der schwedische Sicherheitsdienst betonte am Dienstag, dass Russland eine «ernsthafte Bedrohung» für das Land darstelle, und warnte davor, dass die Aktivitäten des russischen Geheimdienstes in diese Richtung zunehmen dürften.
«Es ist davon auszugehen, dass russische nachrichtendienstliche und andere sicherheitsgefährdende Aktivitäten gegen Schweden zunehmen werden», betonte der schwedische Sicherheitsdienst und wies darauf hin, dass «die Entwicklungen in der Außenwelt eine breitere verfassungsrechtliche Bedrohung darstellen».
Der schwedische Geheimdienst hat eine Erklärung abgegeben, in der er betont, dass Russland das nordische Land nicht nur als Teil Europas, sondern auch als Teil des Atlantischen Bündnisses betrachtet, so dass mit einer Zunahme von Spionage- und nationalen Sicherheitsaktivitäten dieser Art zu rechnen ist.
Der schwedische Sicherheitsdienst hat drei Sektoren identifiziert, in denen Russland Spionage und Sabotage betreiben könnte: Energieversorgungssysteme, Telekommunikation und der Transport kritischer Güter.
«Dies sind Bereiche, in denen Angriffe auf Schweden auch dem übrigen Europa schaden könnten», so der schwedische Geheimdienst, der der Ansicht ist, dass der Krieg in der Ukraine die Sicherheitsparadigmen nicht nur auf nationaler Ebene, sondern auf dem gesamten Kontinent verändert hat.
Zur Durchführung dieser Spionage- und Sabotageaktivitäten könnte Russland nun «die russische Diaspora, Institutionen und Unternehmen in Schweden sowie Cyberangriffe zur Informationsbeschaffung» nutzen.
«Die Verschlechterung der Sicherheitslage führt zu einer umfassenderen Verfassungsbedrohung. Der Sicherheitsdienst sieht eine zunehmende Verbreitung von Verschwörungstheorien und staatsfeindlichen Botschaften, die letztlich das Vertrauen in die Institutionen der Gesellschaft, die Entscheidungsfindung der Politiker und die Legitimität des Staates untergraben könnten», so die Agentur.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






