
Die chilenische Abgeordnetenkammer hat am Mittwoch einen Gesetzentwurf zur Einleitung eines neuen verfassungsgebenden Prozesses angenommen, nachdem das chilenische Volk in einem Referendum am 4. September eine neue Verfassung abgelehnt hatte.
Mit 109 Ja-Stimmen, 37 Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen gab die Kammer grünes Licht für eine Initiative zur Verfassungsreform, die das Verfahren für die Ausarbeitung einer neuen Verfassung konkretisiert.
Wir haben ein Verfahren innerhalb der vereinbarten Zeit durchgeführt (…) Wir haben unser Wort gehalten und können uns für die chilenische Demokratie freuen», sagte der Präsident der Kammer, Vlado Mirosevic, laut der Zeitung «La Tercera» der Presse.
Der Vorschlag muss nun vom chilenischen Präsidenten Gabriel Boric verkündet werden. Danach wird ein Verfassungsrat mit 50 Personen gebildet, die von den Bürgern gewählt werden und die neue Verfassung ausarbeiten sollen.
Darüber hinaus sieht der Gesetzentwurf die Einrichtung einer Kommission vor, die sich aus 24 Experten zusammensetzt – zwölf von ihnen werden von der Abgeordnetenkammer und zwölf vom Senat gewählt – und deren Aufgabe es sein wird, dem Rat einen Verfassungsentwurf vorzuschlagen, so der Sender T13.
Die neue Maßnahme sieht vor, dass am 7. Mai Wahlen zum Verfassungsrat stattfinden, während am 17. Dezember eine direkte Volksbefragung zur Annahme oder Ablehnung des Verfassungsvorschlags durchgeführt wird.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






