
Die ugandische Regierung und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben am Mittwoch offiziell das Ende des vor weniger als vier Monaten entdeckten Ebola-Ausbruchs erklärt, der nach offiziellen Angaben 164 Fälle und 55 Todesopfer gefordert hat.
Der Ausbruch erfolgte im Distrikt Mubende im Zentrum des Landes und geht auf den Ebola-Sudan-Stamm zurück, ein beispielloses Ereignis in den letzten zehn Jahren, das die Eindämmungsarbeiten von vornherein erschwerte, da die Impfstoffe, die in anderen Notfällen funktioniert haben, in diesem Fall nicht verwendet werden konnten.
Der letzte nachgewiesene Patient wurde am 30. November entlassen, so dass am 11. Januar die von Experten gesetzte Frist von 42 Tagen für die Beendigung des Ausbruchs abläuft. Die Gesundheitsbehörden werden weiterhin Überwachungsmaßnahmen durchführen, um im Falle eines neuen Verdachtsfalls schnell reagieren zu können.
Die ugandische Gesundheitsministerin Jane Ruth Aceng Ocero lobte die «schnelle» Eindämmung der Krise dank «wichtiger Maßnahmen» wie «Überwachung, Kontaktverfolgung sowie Infektionsprävention und -kontrolle». Die wichtigste Rolle spielten für den Minister jedoch die lokalen Gemeinschaften, die «verstanden haben, wie wichtig es ist, das Notwendige zu tun».
WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus lobte die Mobilisierung der Behörden und der Bevölkerung in Uganda, um den «heutigen Sieg über Ebola» zu erringen. «Uganda hat gezeigt, dass Ebola besiegt werden kann, wenn das gesamte System zusammenarbeitet», fügte er in einer Erklärung hinzu.
In diesem Sinne warnte der Leiter der Organisation für Afrika, Matshidiso Moeti, dass dieser Ausbruch aufgrund des Mangels an spezifischen Impfstoffen und therapeutischen Behandlungen zunächst «einer der kompliziertesten» der letzten fünf Jahre zu sein schien, aber schließlich dem Kontinent Anfang 2023 einen Grund zu «großer Hoffnung» gab.
Dank der raschen internationalen Mobilisierung konnten drei potenzielle Impfstoffe identifiziert werden, von denen mehr als 5.000 Dosen in Uganda ankamen. Obwohl sie bei diesem Ausbruch nicht zum Einsatz kamen, zeigte die Geschwindigkeit der Mobilisierung, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren ist, so die WHO.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






