
Das türkische Außenministerium hat am Donnerstag den schwedischen Botschafter in Ankara, Staffan Herrstrom, vorgeladen, um gegen eine neue Demonstration in Stockholm zu protestieren, die angeblich die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) unterstützt.
Nach Angaben der anatolischen Nachrichtenagentur Anatolia skandierten die Demonstranten nicht nur Parolen zugunsten der PKK, die in der Türkei als terroristische Organisation gilt, sondern auch gegen Präsident Recep Tayyip Erdogan.
Vertreter des türkischen Außenministeriums haben daher ihre tiefe Verurteilung des Vorfalls mit Herrstrom zum Ausdruck gebracht und darauf hingewiesen, dass Stockholm derartige Demonstrationen im Keim ersticken muss.
Nach Angaben der türkischen Nachrichtenagentur versammelte sich am Mittwoch eine Gruppe von PKK-Anhängern in der Nähe des Stockholmer Rathauses, wo sie eine Puppe, die Erdogan darstellte, an seinen Füßen aufhängten.
Der schwedische Außenminister Tobias Billstrom hat sich gegen die Kontroverse ausgesprochen, sich von der Demonstration distanziert und zum Ausdruck gebracht, dass die schwedische Regierung die Vorfälle entschieden verurteilt. «Einen vom Volk gewählten Präsidenten vor dem Rathaus als Henker darzustellen, ist abscheulich», sagte er.
«Die Regierung schützt eine offene Debatte über politische Entscheidungen, distanziert sich aber entschieden von Drohungen und Hass gegen politische Vertreter», so Billstrom auf seinem offiziellen Twitter-Profil.
Die Türkei hat von Schweden und Finnland unter anderem ein umfassendes Vorgehen gegen PKK-Anhänger gefordert, um den Beitritt der beiden skandinavischen Länder zum Atlantischen Bündnis zu erleichtern, das noch von den Parlamenten der Türkei und Ungarns ratifiziert werden muss.
Der NATO-Generalsekretär hat wiederholt die Verpflichtung von Stockholm und Helsinki verteidigt, die am Rande des Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs in Madrid unterzeichnet wurde, um den Bedenken der Türkei hinsichtlich der Bekämpfung von Gruppen wie der PKK Rechnung zu tragen.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






