
Die Polizei im südwestlichen kolumbianischen Departement Cauca teilte am Mittwoch mit, dass ein Armee-Sergeant von Dissidenten der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) entführt worden sei.
Gegen 16 Uhr fingen bewaffnete Männer der Carlos-Patiño-Front einen Linienbus ab, der in die Stadt Patía fuhr, in dem sich der Feldwebel Juan Gabriel Chichanoi befand, und zwangen alle Passagiere zum Aussteigen, wie Blu Radio berichtet.
Als sie feststellten, dass es sich bei einem von ihnen um einen Soldaten handelte, fesselten sie ihn und ließen ihn zusammen mit anderen Vorräten am Straßenrand liegen, um ihn dann an einen unbekannten Ort zu bringen, wie die oben erwähnte Medienanstalt berichtet.
Daraufhin setzte der Bus mit seinem Fahrer und den anderen Fahrgästen seine Fahrt auf Anweisung der bewaffneten Männer fort, und als die Polizei am Ort des Geschehens eintraf, fand sie den Koffer des Soldaten mit seinen Dokumenten.
«In Abstimmung mit den zuständigen Behörden in der Region wurde sofort nach Bekanntwerden des Vorfalls eine Suchaktion eingeleitet. Ebenso wurden interne Protokolle eingeleitet, um die Familie unseres Soldaten zu begleiten», teilte die kolumbianische Armee in einer Erklärung mit.
Die Streitkräfte des Landes haben die kriminelle Aktion als «eklatante Verletzung der Menschenrechte und Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht» bezeichnet.
«Wir halten diese kriminelle Handlung für inakzeptabel und bestätigen, dass sich unser Soldat in einem Zustand der Wehrlosigkeit befand; wir fordern Respekt für sein Leben und seine sofortige Freilassung, damit er zu seiner Familie zurückkehren kann», fügte die kolumbianische Armee hinzu.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






