
Die südkoreanische Polizei hat am Freitag die Ermittlungen zu der Halloween-Katastrophe im Seouler Vorort Itaewon, bei der mehr als 150 Menschen ums Leben kamen, abgeschlossen und ist zu dem Schluss gekommen, dass die Katastrophe «durch die Unfähigkeit der Behörden» verursacht wurde.
Das Untersuchungsteam wies darauf hin, dass die Behörden wie das Bezirksamt, die Polizei oder die Feuerwehr keine angemessenen Maßnahmen zur Rettung oder zum Katastrophenschutz ergriffen hätten, berichtete die Nachrichtenagentur Yonhap.
Das Fehlen solcher Maßnahmen, wie sie in den Notfallleitlinien vorgeschrieben sind, hat Berichten zufolge zu der hohen Zahl der Todesopfer geführt.
Infolgedessen wurden mehrere Personen, darunter der ehemalige Polizeichef des Bezirks Yongsan, Lee Im Jae, und der Bürgermeister von Yongsan, Park Hee Young, unter dem Vorwurf der Fahrlässigkeit verhaftet, ebenso wie andere Polizeibeamte, darunter ein ehemaliger Beamter der Seouler Stadtpolizei (SMPA), dem vorgeworfen wird, interne Berichte über einen möglichen Unfall aufgrund von Überfüllung unterdrückt zu haben.
In der Zwischenzeit wurden andere Beamte, wie der Leiter des SMPA oder der Bezirksbrandmeister, zur strafrechtlichen Verfolgung ausgeschrieben, ohne dass sie wegen tödlicher beruflicher Fahrlässigkeit oder anderer damit zusammenhängender Vorwürfe festgenommen wurden.
Hochrangige Regierungsbeamte wurden in dem Bericht jedoch nicht namentlich genannt. Die Ermittler haben beschlossen, keine Beamten des Innenministeriums, der Verwaltung von Seoul oder der nationalen Polizei zur Rechenschaft zu ziehen, da sie rechtlich nicht verantwortlich sind.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






