
Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz hat dazu aufgerufen, Gas und Öl aus dem Irak zu kaufen, um nach den Problemen, die die russische Militäroffensive in der Ukraine im vergangenen Jahr verursacht hat, die Abhängigkeit von «einzelnen Lieferanten» zu vermeiden.
«Wir werden viele andere (Lieferanten) mobilisieren, wir werden eng mit ihnen zusammenarbeiten», sagte Scholz am Freitag auf einer Pressekonferenz in Berlin mit dem irakischen Premierminister Mohamed Shia al-Sudani. Die Energiefrage hat einen Großteil der Gespräche während dieses Besuchs dominiert.
Für den deutschen Bundeskanzler ist der Irak «ein sehr willkommener Kooperationspartner», und zwar nicht nur für Deutschland, da der importierte Treibstoff anschließend in andere europäische Länder umgelenkt werden könnte, so Scholz.
Al Sudani seinerseits bekräftigte die «ehrgeizigen Pläne» seiner Regierung für weitere Fortschritte im Energiebereich. «Wir haben diese Möglichkeiten aufgezeigt und deutsche Unternehmen eingeladen, in diesen Sektor zu investieren», sagte er gegenüber den Medien.
Al-Sudanis Machtübernahme beendete ein Jahr des politischen Stillstands in einem Land, das immer noch mit schweren politischen und wirtschaftlichen Krisen zu kämpfen hat. Der Irak, der fünftgrößte Erdölproduzent der Welt, ist eines der am stärksten vom Erdöl abhängigen Länder der Welt und exportiert seit letztem Jahr Gas über ein Flüssiggasterminal.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






