
Bundeskanzler Olaf Scholz hat am Freitag die Räumung des Bergbauortes Lützerath verteidigt und gleichzeitig Umweltaktivisten kritisiert, die versucht haben, die Räumung des Dorfes zu verhindern.
«Auch ich habe in der Vergangenheit viel demonstriert. Aber für mich ist eine Grenze überschritten, wenn Proteste gewalttätig werden», sagte Bundeskanzler Scholz der Tageszeitung «TAZ» mit Blick auf die Zusammenstöße zwischen Aktivisten und Polizei.
Der deutsche Regierungschef hat ausgeschlossen, dass die Klimaziele des mitteleuropäischen Landes durch den Bau eines Braunkohletagebaus unter Lützerath beeinträchtigt werden könnten. «Diese Anschuldigung ist nicht wahr. Das genaue Gegenteil ist der Fall: Wir handeln, um unsere Klimaziele zu erreichen», verteidigte er sich.
An dieser Stelle räumte Scholz ein, dass es das unbedingte Ziel seiner Regierung sei, Deutschland bis 2045 klimaneutral zu stellen.
Am späten Donnerstag bestätigte die deutsche Polizei die Evakuierung «eines großen Teils» der Aktivisten, die Lützerath im Westen des Landes besetzten, weil sie sich gegen die Nutzung dieses Gebiets für die Kohleförderung wehrten, und die sogar unterirdische Gänge unter der Stadt besetzt hatten.
Der deutsche Energieriese RWE plant die Erweiterung eines Braunkohletagebaus, weshalb die Stadt zu einem Symbol für den Kampf gegen fossile Brennstoffe geworden ist. Für Samstag wurde sogar eine Demonstration angekündigt, zu der auch die schwedische Teenagerin Greta Thunberg erwartet wird.
RWE hat einen zwei Meter hohen Zaun zur Absicherung errichtet, der nach Angaben eines Unternehmenssprechers am Donnerstag fast fertig gestellt war. Darüber hinaus wurde bereits mit dem Abriss von Gebäuden und der Fällung von Bäumen an der Zufahrt zum Dorf begonnen.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






