
US-Präsident Joe Biden und der japanische Premierminister Fumio Kishida haben bei ihrem Treffen in Washington DC eine verstärkte Zusammenarbeit zur Erhaltung des Status quo in Taiwan zugesagt, über Waffengeschäfte verhandelt und ihre Bereitschaft bekräftigt, die internationale Halbleiterlieferkette zu erhalten.
«Wir haben betont, dass unsere grundsätzlichen Positionen zu Taiwan unverändert bleiben», erklärten die beiden Staatsoberhäupter in einer gemeinsamen Erklärung zum Abschluss ihres Treffens, in der sie ihre Unterstützung für die Unabhängigkeit des Gebiets von Chinas Souveränitätsbestrebungen bekräftigten.
Angesichts des ständigen Eindringens chinesischer Militärflugzeuge und -schiffe in die taiwanesische Sicherheitszone setzen sich Biden und Kishida für eine «friedliche Lösung der Probleme in der Meerenge von Taiwan» ein.
Kishida und Biden «bekräftigen die Bedeutung der Aufrechterhaltung von Frieden und Stabilität in der Straße von Taiwan als unverzichtbares Element für Sicherheit und Wohlstand in der internationalen Gemeinschaft», heißt es in der Erklärung.
In diesem Zusammenhang versprachen die beiden Staatsoberhäupter auch, ihre Zusammenarbeit zur «Sicherung der Halbleiterlieferketten» zu verstärken, von denen ein großer Teil in Taiwan hergestellt wird, um dem wirtschaftlichen Einfluss Chinas in der Region entgegenzuwirken.
Kishida hat Biden auch persönlich den Plan der japanischen Regierung übermittelt, im Rahmen der neuen Verteidigungsstrategie 211,3 Milliarden Yen (etwa 1,5 Milliarden Euro) für den Erwerb von Tomahawk-Langstrecken-Marschflugkörpern aus US-amerikanischer Produktion im ersten Haushalt für das Haushaltsjahr 2023 bereitzustellen, wie japanische Regierungsquellen gegenüber der amtlichen japanischen Nachrichtenagentur Kyodo unter der Bedingung der Anonymität bestätigt haben.
In Bezug auf die historischen Missstände bekräftigte Biden das «Engagement der Vereinigten Staaten für die sofortige Lösung» der ungelösten Entführungen japanischer Staatsbürger durch Nordkorea in den 1970er und 1980er Jahren, während er gleichzeitig sein Engagement für eine «vollständige Denuklearisierung» Pjöngjangs bekräftigte.
Schließlich sprachen sich Kishida und Biden «entschieden gegen den ungerechten und brutalen Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine» aus und bekräftigten, dass Japan und die USA weiterhin Sanktionen gegen Moskau verhängen werden.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






