
Nach der Hinrichtung des der Spionage beschuldigten britisch-iranischen Staatsbürgers Alireza Akbari durch das Regime in Teheran am Samstag überdenkt die britische Regierung Medienberichten zufolge ihre Unterstützung für das Atomabkommen mit dem Iran.
Aus Regierungskreisen verlautete, dass sich die «Landschaft» seit Beginn der Verhandlungen erheblich verändert habe und das Vereinigte Königreich daher seine Unterstützung für das Atomabkommen mit dem Iran sowie seine künftige Beteiligung überdenke, bestätigten hochrangige Quellen gegenüber dem Sunday Telegraph.
«In der Zeit, in der wir verhandelt haben, haben sich die Landschaft und der Vorschlag völlig verändert, was zum großen Teil auf das Verhalten des iranischen Regimes zurückzuführen ist», so die Zeitung.
Die Nachricht vom Tod Alireza Akbaris hat zu einer erheblichen Eskalation der Spannungen geführt, die zu den bereits seit Beginn der iranischen Niederschlagung der Proteste gegen den Tod von Mahsa Amini im Inland bestehenden Spannungen hinzukommen.
In diesem Zusammenhang soll das Vereinigte Königreich eine Schlüsselrolle bei den Verhandlungen über die Wiederherstellung des Atomabkommens unter der Obama-Regierung gespielt haben, da es einige der Beschränkungen gegen das iranische Regime im Gegenzug für Einschränkungen seines Atomprogramms gelockert haben soll.
Downing Street hat versichert, dass im Rahmen der Vergeltungsmaßnahmen gegen das iranische Regime «alle Optionen geprüft werden».
In diesem Zusammenhang hat das Vereinigte Königreich auch die Verhängung von Sanktionen gegen den iranischen Generalstaatsanwalt Mohamad Yafar Montazeri wegen der jüngsten Hinrichtungen von Gefangenen angekündigt.
«Die heutige Sanktionierung unterstreicht unser Missfallen über die Hinrichtung von Alireza Akbari», sagte der britische Außenminister James Cleverly in Bezug auf den Tod von Alireza Akbari am Samstag.
Unterdessen gab das iranische Außenministerium am Samstag bekannt, dass es den britischen Botschafter im Iran, Simon Shercliffe, aus Protest gegen die diplomatischen Vergeltungsmaßnahmen Londons abberufen werde.
«Als Reaktion auf die unkonventionellen Interventionen des Vereinigten Königreichs, auch im Bereich der nationalen Sicherheit der Islamischen Republik Iran, wurde Simon Shercliffe, der britische Botschafter in Teheran, vom Generaldirektor für Westeuropa ins Außenministerium einbestellt», heißt es in der offiziellen Erklärung.
Alireza Akbari galt in Teheran als einer der «wichtigsten Agenten» des britischen Geheimdienstes MI6 und als «Meister der Spionage». Akbari war stellvertretender Verteidigungsminister unter dem ehemaligen iranischen Präsidenten Mohammad Mohammad Khatami (1997-2005).
Nach Angaben von Akbari wurde er während seiner Inhaftierung unter Drogen gesetzt und gefoltert und über lange Zeiträume verhört, um ihn zu falschen Geständnissen zu zwingen.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






