
Die peruanische Regierung hat am Sonntag ein Dekret zur Verlängerung des Ausnahmezustands in den Departements Cusco, Lima und Puno, der Provinz Callao und anderen Regionen erlassen, da sich die Proteste gegen die Regierung von Präsidentin Dina Boluarte im ganzen Land ausbreiten.
Die Maßnahme wurde heute Abend in einer Sonderausgabe des staatlichen Amtsblatts El Peruano veröffentlicht und wird ab heute, dem 15. Januar, für die nächsten 30 Tage in Kraft treten.
Außer in den oben genannten Regionen wurde auch in der Provinz Andahuaylas im Departement Apurímac, in den Provinzen Tambopata und Tahuamanu im Departement Madre de Dios und im Bezirk Torata, Provinz Mariscal Nieto im Departement Moquegua, der Ausnahmezustand ausgerufen.
Außerdem wurden fünf Nationalstraßen in die Maßnahme einbezogen: die Panamericana Sur, die Panamericana Norte, Central, der Corredor Vial Sur Apurímac-Cuzco-Arequipa und der Corredor Vial Interoceánico Sur.
Darüber hinaus wurde mit der Verordnung die Ausgangssperre im Departement Puno um zehn Tage von 20:00 bis 04:00 Uhr (Ortszeit) verlängert.
Was die Einsätze der Nationalen Polizei und der Streitkräfte betrifft, so hat die Regierung darauf hingewiesen, dass diese Beteiligung durch die Gesetzesdekrete 1186 und 1095 geregelt ist, die sich auf die Anwendung von Gewalt durch die Behörden beziehen.
Mehr als 300 Festgenommene und 40 Tote Die peruanische Staatsanwaltschaft berichtete am Freitag, dass 329 Bürger im Zusammenhang mit den regierungsfeindlichen Demonstrationen, die im Dezember 2022 nach dem Sturz des damaligen Präsidenten Pedro Castillo begannen, festgenommen wurden.
Die peruanische Staatsanwaltschaft teilte mit, dass gegen die Verhafteten – darunter ein Minderjähriger – wegen «Verbrechen gegen die öffentliche Verwaltung, Aufruhr, Gewalt, Widerstand gegen die Staatsgewalt und Behinderung des Funktionierens der öffentlichen Dienste» ermittelt wird.
Andererseits wies er darauf hin, dass die Staatsanwaltschaft zwischen Dezember und Januar acht Untersuchungen zu den Todesfällen im Zusammenhang mit den Protesten eingeleitet hat, um die Verantwortung dafür zu ermitteln.
Das Ministerium hat außerdem bestätigt, dass es derzeit 42 Tote – 41 Zivilisten und ein Polizist – und 531 Verletzte – 355 Zivilisten und 176 Polizisten – gibt.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






