
Der polnische Premierminister Mateusz Morawiecki hat die deutschen Behörden erneut aufgefordert, Panzer an die ukrainischen Streitkräfte zu liefern, und davor gewarnt, dass ein russischer Sieg in dem Konflikt zu einem dritten Weltkrieg führen könnte.
Morawiecki besuchte Berlin am Montag im Rahmen einer Veranstaltung des konservativen CDU/CSU-Blocks, der sich gegen die Regierung des Sozialdemokraten Olaf Scholz stellt und in den letzten Wochen vor allem aus Warschau zunehmend unter Druck geraten ist, die Waffenlieferungen an Kiew zu erhöhen.
So hat der polnische Ministerpräsident von der deutschen Hauptstadt aus die deutschen Behörden aufgefordert, «entschiedene Maßnahmen» zu ergreifen, um «die Lieferung aller Arten von Waffen an die Ukraine» im Rahmen eines Krieges zu ermöglichen, der sich nun schon dem elften Monat nähert, ohne dass ein Friedensabkommen in Sicht ist.
«Wenn wir jahrelang in schweres Kriegsgerät und Panzer investiert haben, sollten sie nicht in den Lagern bleiben, sondern in die Hände der Verteidiger Europas gegeben werden», sagte Ministerpräsident Morawiecki.
Die polnischen Behörden kündigten letzte Woche an, dass sie Leopard-Kampfpanzer aus deutscher Produktion in die Ukraine schicken würden. Seitdem haben sowohl der polnische Präsident Andrzej Duda als auch der Premierminister den Druck auf Berlin erhöht, diese Lieferungen zu unterzeichnen.
Gemäß den Leopard-Verkaufsverträgen zwischen Warschau und Berlin müssen die deutschen Behörden jedoch der Weitergabe dieser Panzer an Drittländer zustimmen. Deutschland scheint jedoch nicht im Wege zu stehen, dass die Leoparden aus Polen in ukrainische Hände gelangen.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






