
Bei den jüngsten Protesten gegen die Regierung der peruanischen Präsidentin Dina Boluarte, die ihr Amt nach dem Sturz des früheren Präsidenten Pedro Castillo angetreten hat, wurden bei einer neuen Welle von Unruhen und Zusammenstößen in mehreren Teilen Perus mindestens eine Person getötet und 38 weitere verletzt.
Wie Innenminister Vicente Romero am Freitag mitteilte, starb ein Zivilist, als eine Gruppe von Demonstranten versuchte, den Flughafen Alfredo Rodriguez in Arequipa im Süden des Landes zu stürmen. Der Mann wurde als Juan Carlos Condori Arcana, 30, identifiziert, dem in den Unterleib geschossen wurde.
Romero hat seiner Familie und seinen Freunden sein Beileid ausgesprochen, da der landesweite Streik gegen die derzeitige peruanische Regierung und den Kongress unter anderem in den Regionen Lima, La Libertad, Puno, Cuzco, Ica, Arequipa und Lambayeque weitergeht, wie die Zeitung «La República» berichtet.
Bei den Verletzten handelt es sich um 22 Angehörige der peruanischen Nationalpolizei und 16 Zivilisten, die an den Protesten teilgenommen hatten. Romero betonte, dass die Demonstrationen zwar friedlich begannen, sich aber «gewaltsam entwickelten, mit physischen und verbalen Aggressionen gegen die Polizei, die zur Anwendung von Gewalt führten».
Er schätzte auch, dass an den Flughäfen von Cuzco, Puno und Arequipa Sachschäden entstanden sind. In der letztgenannten Region wurden rund 300 Personen festgenommen, als sie versuchten, sich gewaltsam Zutritt zum Flughafen zu verschaffen.
Boluarte kündigte seinerseits an, dass Ermittlungen wegen «Gewalttaten» während der Proteste eingeleitet würden und stellte die wahren Motive der Demonstranten in Frage. Er lobte die Arbeit der Sicherheitskräfte. «Wir werden in Kürze mit der Staatsanwaltschaft zusammenarbeiten, um die Strafverfolgungsakten derjenigen Personen zu überprüfen und zu öffnen, die Gewalttaten und die Zerstörung von privatem und staatlichem Eigentum begehen», sagte er.
In diesem Sinne hat er die Versionen über seinen angeblichen Rücktritt als «Falschmeldungen» gebrandmarkt. «Die Regierung ist entschlossen und das Kabinett ist geeinter denn je», sagte er.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






