
Die uneingeschränkte Einladung an alle Mitgliedsländer der Gemeinschaft Lateinamerikanischer und Karibischer Staaten (CELAC) hat in Argentinien zu einer internen Kontroverse geführt, obwohl Präsident Alberto Fernández die Notwendigkeit verteidigt hat, Brücken zu allen Regierungen zu bauen und die bestehenden Protokolle einzuhalten.
In der CELAC sind mehr als dreißig Länder der Region zusammengeschlossen, von denen einige immer wieder wegen angeblicher Menschenrechtsverletzungen und demokratischer Rückschritte in die Kritik geraten sind. Fernández hat jedoch stets betont, dass er als derzeitiger Präsident dieser Gemeinschaft nicht diskriminieren kann.
So ist der venezolanische Präsident Nicolás Maduro «mehr als eingeladen», nach Argentinien zu kommen, wie Fernández kürzlich in einem Interview mit der brasilianischen Zeitung «Folha de Sao Paulo» verteidigte. Der argentinische Präsident hat sich dafür ausgesprochen, den Dialog zwischen der Opposition und dem Chavismo «anzuregen», damit «die Venezolaner die Dinge unter sich entscheiden können».
Die argentinische Opposition hat jedoch gefordert, Maduro sofort nach seiner Ankunft in Argentinien zu verhaften. Für den ehemaligen Präsidenten Mauricio Macri ist die Ankunft von Maduro und seinem kubanischen Amtskollegen Miguel Díaz-Canel «beschämend», da sie Argentinien mit anderen Ländern in Verbindung bringt, «in denen es Verfolgung, Folter, Narkoterrorismus, politische Gefangene und gefälschte Wahlen gibt, die der Demokratie Hohn sprechen».
«Um es ganz klar zu sagen: Der Empfang dieser Diktatoren wurde nicht von uns Argentiniern organisiert, sondern von einer Regierung, die in ihrer Mittelmäßigkeit verharrt und die bald die schändliche Ehre haben wird, die schlechteste Regierung in der Geschichte der Demokratie unseres Landes zu sein», betonte Macri auf seinem Facebook-Account.
Dagegen betonte Díaz-Canel nach seiner Landung in dem südamerikanischen Land die «Bande der Freundschaft, Solidarität und Zusammenarbeit», die Kuba und Argentinien verbinden. «Ich erinnere mich gerne an meinen ersten Besuch in der Heimat von Che und an die unvergesslichen Sympathiebekundungen für Fidel und Kuba», schrieb er auf seinem Twitter-Account und zeigte ein Bild des offiziellen Empfangs.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






