
Der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva ist auf seiner ersten Auslandsreise seit seinem Amtsantritt am 1. Januar nach Argentinien gereist und hat betont, dass eines der Hauptziele seines Besuchs die «Stärkung» des Gemeinsamen Marktes des Südens (Mercosur) ist.
«Guten Abend aus Buenos Aires. Der morgige Tag wird ein Tag intensiver Arbeit sein, um die Partnerschaft zwischen Brasilien und Argentinien wiederzubeleben. Einer der wichtigsten Märkte für brasilianische Industrieprodukte, der drittgrößte Handelspartner Brasiliens», so Lula da Silva auf seinem Twitter-Account.
Der Präsident, der auch am Gipfeltreffen der Gemeinschaft der lateinamerikanischen und karibischen Staaten (CELAC) teilnehmen wird, erklärte, dass beide Länder «ihre Beziehungen wieder aufnehmen werden». «Brasilien kehrt auf die internationale Bühne zurück und wird zur Stärkung des Mercosur beitragen», sagte er.
In diesem Sinne betonte der argentinische Außenminister Santiago Cafiero, dass «die Beziehungen zwischen Argentinien und Brasilien neu belebt werden». «Lulas Ankunft im Lande, sein erster offizieller Auslandsbesuch als neuer Präsident, ist ein großer Gewinn für unsere bilateralen Beziehungen und unterstreicht sein Engagement für die Stärkung des Mercosur und der CELAC», sagte er.
«Argentinien hat im September 2022 mit der Ausarbeitung eines Integrationsabkommens zwischen den beiden Ländern begonnen, einer tiefgreifenden und umfassenden staatlichen Politik, die ein konkreter Aktionsplan zwischen Präsidenten, Ministern und Ministerinnen sein wird», betonte Cafiero.
Am Sonntag erklärte der argentinische Wirtschaftsminister Sergio Massa gegenüber der Financial Times, dass die beiden Regierungen in Kürze die Vorbereitungen für ein gemeinsames Währungsprojekt bekannt geben werden, das die beiden Länder, die beiden größten Volkswirtschaften Südamerikas, zum zweitgrößten Währungsblock der Welt machen könnte.
Ursprünglich sollte diese neue Währung – die Brasilien den Namen Süd vorschlägt – den regionalen Handel ankurbeln und den Einfluss des Dollars verringern. Grundsätzlich planen beide Länder eine Phase des gleichzeitigen Handels mit dem brasilianischen Real und dem argentinischen Peso.
Brasilien und Argentinien diskutieren schon seit Jahren über eine gemeinsame Währung, aber die Gespräche sind aufgrund des Widerstands der brasilianischen Zentralbank nie zustande gekommen. Unter linken Regierungen in beiden Ländern gibt es nach Ansicht von Experten mehr politische Unterstützung für das Projekt als unter Lula und dem argentinischen Präsidenten Alberto Fernández.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






