
Die Europäische Kommission begrüßte am Dienstag den Kampf der Ukraine gegen die Korruption, nachdem mehr als ein Dutzend Gouverneure, stellvertretende Minister und sogar ein Präsidentenberater entlassen worden waren, nachdem es mehrere Skandale im Verteidigungsministerium gegeben hatte und ein stellvertretender Minister wegen angeblicher Bestechung verhaftet worden war.
«In der Regel äußern wir uns nicht zu laufenden strafrechtlichen Ermittlungen. Aber natürlich begrüßen wir die Tatsache, dass die ukrainischen Behörden diese Angelegenheiten ernst nehmen», sagte die Sprecherin für EU-Erweiterung, Ana Pisonero, auf einer Pressekonferenz in Brüssel.
Sie unterstrich die Erwartung Brüssels, dass die Ukraine die Korruptionsbekämpfung durch proaktive und wirksame Ermittlungen und eine glaubwürdige Erfolgsbilanz bei der Strafverfolgung und Verurteilung im Einklang mit den europäischen Verpflichtungen verstärken wird, um den Beitritt zum Block voranzutreiben.
Pisonero begrüßte die von Kiew unternommenen Schritte zur Ernennung eines neuen Staatsanwalts für Korruptionsbekämpfung bzw. die Ernennung eines neuen Leiters der nationalen Antikorruptionsbehörde. «Natürlich sind Benchmark-Maßnahmen und -Methoden erforderlich, um die Einrichtungen zur Korruptionsbekämpfung zu stärken», erklärte er.
Die EU-Exekutive erklärte jedenfalls, sie begleite die Reformen und Fortschritte in der Ukraine, wie etwa die Einrichtung von Antikorruptionsbehörden. «Wir sehen, dass es im Laufe der Jahre Fortschritte gegeben hat, aber es müssen noch mehr Fortschritte gemacht werden, und wir werden die Ukraine weiterhin einerseits beobachten und andererseits unterstützen. Es ist wichtig, den Kontext, in dem sie sich befindet, zu berücksichtigen», sagte er.
Insbesondere im Hinblick auf die mögliche Abzweigung von Geldern betonte er die Verpflichtung der ukrainischen Behörden, über die Verwendung der Gelder Bericht zu erstatten, um deren ordnungsgemäße Verwendung sicherzustellen.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






