
NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg sagte am Dienstag in Deutschland, er erwarte eine «rasche Lösung» für die von Berlin eingeleiteten Konsultationen mit anderen Verbündeten, um die mögliche Lieferung von Leopard-Panzern an die Ukraine zu koordinieren. Er betonte, dass die Lieferung dieser militärischen Systeme dringend erforderlich sei, um eine bevorstehende russische Offensive am Boden zu stoppen.
«In diesem entscheidenden Moment müssen wir die Ukraine mit schweren Waffen versorgen. Wir haben die Frage der Panzerlieferungen erörtert, die Konsultationen zwischen den Verbündeten werden fortgesetzt, und ich hoffe, dass wir bald eine Lösung finden werden», sagte er auf einer Pressekonferenz in der deutschen Hauptstadt mit Verteidigungsminister Boris Pistorius.
Der Besuch des politischen Chefs der NATO erfolgt wenige Tage, nachdem Deutschland am vergangenen Freitag bei einem Treffen von mehr als 40 Verbündeten auf dem Luftwaffenstützpunkt Ramstein seine Blockade für die Lieferung von Kampfpanzern aufrechterhalten hatte. Der frühere norwegische Ministerpräsident verteidigte die gemeinsamen Konsultationen und Bewertungen der Verbündeten gegen Pistorius und betonte, dass es «baldige Schlussfolgerungen» geben müsse. «Es wird neue Entscheidungen geben, wenn wir als Bündnis vorankommen», sagte er.
Stoltenberg betonte, dass die Zeit dränge, da die Ukraine die Ausrüstung benötige, um mit neuen Offensiven fertig zu werden, die der Kreml im Frühjahr vorbereite. «Panzer sind wichtig, um russische Offensiven abzuwehren und der Ukraine die Rückeroberung ihres Territoriums zu ermöglichen», sagte er.
In jedem Fall betonte er, dass die NATO-Länder, die über diese Panzer verfügen, bereits mit der Identifizierung der Ausrüstung beginnen, sie vorbereiten, um sie nach Kiew zu schicken und mit der Ausbildung der ukrainischen Truppen zu beginnen. Er betonte, dass die Verbündeten sich auf diesen Schritt vorbereiten, der in jedem Fall einige Zeit in Anspruch nehmen wird.
Angesichts des internationalen Drucks auf Berlin, die Wiederausfuhr von in Deutschland hergestellten Panzern in die Ukraine zuzulassen, wie dies von Polen und den baltischen Staaten gefordert wurde, die am Montag die Schaffung einer internationalen Plattform für die Entsendung der Panzer vorschlugen, betonte der Generalsekretär der Alliierten, dass Deutschland innerhalb der NATO eine «Schlüsselrolle» spiele, und bezeichnete die Ankündigungen Berlins im Bereich der Verteidigung seit Beginn des Krieges in der Ukraine als «historisch».
Stoltenberg betonte auch die Bereitschaft Deutschlands, Waffen wie Patriot-Batterien, Flugabwehrsysteme sowie Artillerie und Munition zu liefern. «Deutsche Waffen retten in der Ukraine jeden Tag Leben und verhindern russische Raketenangriffe auf Schulen und Krankenhäuser», sagte er.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






