
Ein Untersuchungsteam der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) ist zu dem Schluss gekommen, dass es «vernünftige Gründe» gibt, die syrische Luftwaffe zu beschuldigen, im April 2018 einen Chemiewaffenangriff auf die syrische Stadt Duma verübt zu haben, bei dem mehr als 40 Menschen getötet wurden.
Laut der am Freitag vorgelegten Bewertung behaupten die OPCW-Ermittler, dass «mindestens ein Hubschrauber der Eliteeinheit ‘Tiger Forces’ zwei gelbe Chlorgasflaschen auf zwei Wohngebäude in einem von Zivilisten bewohnten Gebiet von Duma abgeworfen hat». Der Vorfall forderte mindestens 43 Todesopfer und Dutzende von Betroffenen.
Die Ermittler haben ihre Schlussfolgerungen auf der Grundlage von 70 Umwelt- und biomedizinischen Proben, Aussagen von mehr als 60 Zeugen sowie forensischen Bildern, Satellitenbildern, Computermodellen zur Gasausbreitung und Flugbahnsimulationen gezogen, die alle von unabhängigen Experten überprüft wurden.
Die Ergebnisse lassen die OPCW-Experten zu dem Schluss kommen, dass «die syrische Luftwaffe für diesen Angriff verantwortlich ist», was, so der OPCW-Generaldirektor, der spanische Diplomat Fernando Arias, «eine Verletzung des Völkerrechts» darstellt. «Die Welt kennt nun die Fakten, und es ist Aufgabe der internationalen Gemeinschaft, Maßnahmen zu ergreifen», fügte er hinzu.
Es sei daran erinnert, dass die OPCW bereits 2019 Hinweise auf einen chemischen Angriff auf die Stadt bestätigt hatte, obwohl sie damals nicht die syrische Armee für den Angriff verantwortlich machte. Das syrische Außenministerium prangerte jedenfalls das ursprüngliche Dokument an, das es als «eine Reihe von eklatanten Lügen» bezeichnete.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






