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Sieben von zehn Japanern würden vorgezogene Wahlen fordern, um den neuen nationalen Verteidigungsplan zu ratifizieren.

Ingrid Schulze

2023-01-29
Archiv
Archiv – Japans Premierminister Fumio Kishida – Peter Kneffel/dpa

Sieben von zehn Japanern würden vorgezogene Wahlen fordern, damit das Volk darüber entscheiden kann, ob es die von der Regierung vorgelegte neue Militärstrategie akzeptiert, die eine Steuererhöhung vorsieht, um eine Aufstockung des Verteidigungshaushalts zu finanzieren, die ein zentraler Bestandteil eines nationalen Strategieplans zur Bekämpfung des chinesischen Einflusses im indopazifischen Raum ist.

Die Umfrage der amtlichen japanischen Nachrichtenagentur Kyodo spiegelt die große Unbeliebtheit des Ende letzten Jahres vom Kabinett von Premierminister Fumio Kishida angekündigten Plans wider, der auch die Möglichkeit vorsieht, die Befugnisse der japanischen Streitkräfte zu erweitern, um angesichts eines hypothetischen feindlichen Angriffs «Gegenangriffe» zu starten, was eine weitere Abkehr von ihrem ursprünglichen defensiven Charakter bedeutet.

So würden 77,9 Prozent der Befragten verlangen, dass der Premierminister diese vorgezogenen Wahlen gegebenenfalls als faktisches Referendum über die Zustimmung der Bevölkerung zur neuen Verteidigungsstrategie nutzt.

Die Unterstützung der Bevölkerung für den Premierminister ist nach wie vor auf einem historischen Tiefstand, auch wenn sie gegenüber Dezember um drei Zehntelprozentpunkte gestiegen ist (33,4 Prozent gegenüber 33,1 Prozent), wobei die Ablehnung nun fast 50 Prozent beträgt (49,9 Prozent).

Einem Entwurf zufolge, der dem japanischen öffentlich-rechtlichen Sender NHK vorlag, sieht der Gesetzesentwurf die Erhebung einer zusätzlichen Steuer zwischen 4 und 4,5 Prozent auf die Unternehmenssteuern in allen Sektoren und die Verlängerung der geplanten einprozentigen Erhöhung auf alle individuellen Einkommenssteuererklärungen über die ursprüngliche Frist 2037 hinaus vor.

Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)

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