
Ein US-Staatsanwalt hat am Dienstag Anklage wegen fahrlässiger Tötung gegen den Schauspieler Alec Baldwin und die Büchsenmacherin Hannah Gutierrez-Reed erhoben, nachdem die Kamerafrau Halyna Hutchins bei den Dreharbeiten zu dem Film «Rust» tödlich verunglückt war.
Mary Carmack-Altwies, Staatsanwältin für Santa Fe County, New Mexico, hat laut CNN auch eine Anklage gegen den stellvertretenden Direktor David Hall wegen fahrlässigen Gebrauchs einer Waffe angekündigt.
«Heute haben wir einen weiteren wichtigen Schritt unternommen, um Halyna Hutchins Gerechtigkeit widerfahren zu lassen», sagte sie und fügte hinzu, dass «in New Mexico niemand über dem Gesetz steht» und «der Gerechtigkeit Genüge getan wird».
Der Sachverhalt geht auf den Oktober 2021 zurück, als der Schauspieler während der Dreharbeiten zu einer Szene in New Mexico eine Schusswaffe abfeuerte, die eigentlich eine Platzpatrone sein sollte. Halyna Hutchins, 42, erlag ihren schweren Schussverletzungen, während sie mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus in Albuquerque gebracht wurde.
Baldwin verklagte im November den Büchsenmacher und mehrere an der Filmproduktion beteiligte Crewmitglieder wegen Fahrlässigkeit im Zusammenhang mit der tödlichen Schießerei, bei der auch der Regisseur Joel Souza verletzt wurde, der in ernstem Zustand im Santa Fe Hospital lag.
In der Beschwerde wird behauptet, dass der Waffenhersteller es versäumt hat, die Kugeln oder die Waffe sorgfältig zu überprüfen. Außerdem wurde behauptet, dass Halls «die Waffe sorgfältig untersuchte und dennoch verkündete, dass die Waffe sicher sei, bevor er sie dem Schauspieler aushändigte» (64).
Die gerichtsmedizinischen Untersuchungen des FBI ergaben, dass die von Baldwin getragene Waffe, mit der Hutchins getötet wurde, nicht ohne Betätigung des Abzugs abgefeuert werden konnte. Der Schauspieler hatte zuvor erklärt, dass er dies nicht getan hat.
Die Behörden bezeichneten den Vorfall schließlich als Unfall, da eine Überprüfung der verfügbaren Polizeiberichte «keinen überzeugenden Beweis» dafür ergab, dass die Schusswaffe «am Set absichtlich mit scharfer Munition geladen wurde».
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






