
Der polnische Verteidigungsminister Mariusz Blaszczak erklärte am Samstag, Polen habe bereits damit begonnen, ukrainische Militärangehörige auf polnischem Boden für die Bedienung der Leopard-2-Kampfpanzer auszubilden, deren Lieferung an die ukrainische Armee mehrere Länder angekündigt haben. Auch das Vereinigte Königreich hat mit der Ausbildung für die Challenger 2 begonnen.
Blaszczak erklärte, dass es derzeit nicht möglich sei, die Dauer dieser Ausbildung zu bestimmen, aber er stellte klar, dass «es sich nicht um Tage oder Monate, sondern um Wochen handelt».
Er teilte den ukrainischen Behörden außerdem mit, dass die Art und Weise der Lieferung der Kampfpanzer auf einem für Mitte Februar anberaumten NATO-Treffen erörtert werden soll.
Presseberichten zufolge sollen die Panzer ohne die notwendige Ausbildung des Personals geliefert werden, berichtet das polnische Nachrichtenportal TVP unter Berufung auf das deutsche Magazin «Der Spiegel».
Der ukrainische Verteidigungsminister Olexii Resnikov und der ukrainische Präsident Volodimir Zelenski haben Blaszczak bereits persönlich ihre Dankbarkeit ausgesprochen.
BRITISCHE KAMPFPÄNZE Inzwischen hat auch das Vereinigte Königreich erklärt, dass es mit der Ausbildung für den Einsatz von Challenger-2-Kampfpanzern begonnen hat. Die Ausbildung findet auf britischem Boden statt, erklärte Premierminister Rishi Sunak in einem Telefongespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Zelenski.
Die Ausbildung habe diese Woche begonnen, sagte Sunak nach Angaben britischer Beamter. Das Verteidigungsministerium hat Fotos vom Fahrtraining in militärischen Einrichtungen veröffentlicht.
«Die Staats- und Regierungschefs erörterten die aktuelle Lage in der Ukraine, und der Premierminister betonte, dass er sich darauf konzentriere, sicherzustellen, dass die britische militärische Verteidigungsausrüstung so schnell wie möglich an die Front gelangt», so Downing Street in einer Erklärung.
Auch Zelenski bestätigte den Beginn der Ausbildung und erklärte auf Telegram, er habe sich persönlich bei Sunak bedankt. «Wir haben ihm auch dafür gedankt, dass er die Kapazität der ukrainischen Armee erhöht und der Ukraine sowohl kurz- als auch langfristig hilft», sagte er.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






