
Der argentinische Minister für Umwelt und nachhaltige Entwicklung, Juan Cabandié, hat die Entsendung von 64 Brigadieren und Spezialausrüstung bestätigt, um die Welle von Waldbränden zu bekämpfen, die im Zentrum und im Süden des lateinamerikanischen Landes wütet und bisher 23 Menschenleben gefordert hat.
«Auf Ersuchen des chilenischen Präsidenten Gabriel Boric an unseren Präsidenten Alberto Fernández werden wir Mittel zur Bekämpfung der Waldbrände im Nachbarland bereitstellen», erklärte der Umweltminister auf Twitter.
Diese Ressourcen bestehen aus 64 Brigadisten, 15 4×4-LKWs mit Angriffsausrüstung, einem 4×4-Forstlöschfahrzeug und einem Boeing Chinook-Hubschrauber mit 10.000 Litern Fassungsvermögen.
«Brände kennen keine Grenzen, es gibt kein Land auf der Welt, das davon ausgenommen ist», fügte Cabandié hinzu und spielte dabei auch auf die Auswirkungen der globalen Erwärmung an, wie z. B. anhaltende Dürreperioden und den Anstieg der Durchschnittstemperatur, die «die Voraussetzungen dafür schaffen, dass jeder kleine Ausbruch außer Kontrolle gerät».
Der chilenische Präsident Gabriel Boric bedankte sich seinerseits für die Entsendung der Mannschaft: «Vielen Dank an unsere argentinischen Brüder. United in schwierigen Zeiten», antwortete er.
Am Sonntag meldete die chilenische Katastrophenschutzbehörde (Senapred) 23 Tote, 1.111 Menschen in Notunterkünften, 865 Betroffene und 979 Verletzte, machte aber keine Angaben zur Schwere der Verletzungen.
Außerdem wird darauf hingewiesen, dass derzeit 563 Häuser auf Schäden untersucht werden, während insgesamt 20 Schulen beschädigt wurden.
Am Samstag bestätigte Innenministerin Carolina Tohá die Aktivierung eines internationalen Unterstützungsersuchens, um Hilfe aus dem Ausland zur Verstärkung des Kampfes gegen die Brände in Chile zu erhalten.
Nach Angaben von La Moneda wurden diese Anträge an Argentinien, Brasilien, Uruguay, Mexiko, Spanien und andere Länder gerichtet. «Es wurden Kontakte mit mehreren Regierungen aufgenommen, um die bereits unternommenen Schritte mit den Dienstleistungsunternehmen zu verstärken», sagte er in einem von Radio BíoBío veröffentlichten Kommentar.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






