
Die iranische Regierung rief Aserbaidschan am Montag zu «Zurückhaltung» und «politischer Ruhe» angesichts der zunehmenden Spannungen nach dem Tod des Leiters des Sicherheitsdienstes der aserbaidschanischen Botschaft in Teheran bei einem bewaffneten Angriff auf die Gesandtschaft auf, bei dem auch zwei Menschen verletzt wurden.
Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Naser Kanani, forderte Baku auf, «überstürzte» Maßnahmen zu vermeiden, und betonte, dass die Ermittlungen in diesem Fall darauf hindeuten, dass der nach dem Anschlag festgenommene Verdächtige aus «persönlichen Motiven» gehandelt hat.
Er betonte, dass Teheran die «notwendigen Maßnahmen» ergriffen habe, um die Spannungen zu deeskalieren, und bedauerte, dass die aserbaidschanischen Behörden die Aktivitäten in der Botschaft eingestellt hätten, wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete.
Kanani sagte, der Iran habe «alle seine rechtlichen Pflichten» erfüllt und versprach, «die Angelegenheit auf prinzipielle Weise zu verfolgen». «Wir hoffen, dass die Beziehungen zwischen den beiden Ländern durch diesen Vorfall nicht weiter beeinträchtigt werden», sagte er und forderte eine Lösung für die Missverständnisse.
Der aserbaidschanische Präsident Ilham Alijew kritisierte in der vergangenen Woche die iranischen Sicherheitskräfte, weil sie keine «ernsthaften Maßnahmen» zur Verhinderung des Anschlags ergriffen hätten. Wenige Tage zuvor hatte der stellvertretende aserbaidschanische Außenminister Dschalaf Dschalafow erklärt, Baku habe kein Vertrauen in die Sicherheitsgarantien, die die iranischen Behörden für ihre diplomatischen Mitarbeiter geben könnten.
Alijew seinerseits verurteilte den «terroristischen Anschlag» aufs Schärfste und forderte die iranischen Behörden auf, «den Vorfall rasch zu untersuchen und die Terroristen zu bestrafen». Der Iran verurteilte den Vorfall und betonte, dass erste Untersuchungen auf «persönliche Motive» hinwiesen.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






