
Die syrischen Behörden haben die Europäische Union am Mittwoch offiziell um Soforthilfe gebeten, nachdem am Montag eine Reihe von Erdbeben im Land und in der benachbarten Türkei Tausende von Menschenleben gefordert hatten.
So hat die Regierung von Präsident Bashar al-Assad um die Aktivierung des Europäischen Katastrophenschutzverfahrens gebeten, mit dem die EU-27 die Reaktion auf Katastrophen koordinieren. Dies bestätigte der Kommissar für Krisenmanagement, Janez Lenarcic, auf einer Pressekonferenz in Brüssel, der die Mitgliedstaaten aufforderte, der Bitte von Damaskus nachzukommen.
«Wir haben dieses Ersuchen an die Mitgliedstaaten weitergeleitet und bitten sie, mit der erforderlichen Hilfe beizutragen», sagte der slowenische Kommissar, der ausführte, dass die Hilfe aus Unterstützung zur Verbesserung der Rettung und der Suche nach Verschütteten sowie aus medizinischer Versorgung und Nahrungsmitteln besteht.
Der Beauftragte für Krisenmanagement betonte, dass die für Syrien bereitgestellte Hilfe «nicht umgelenkt» werden und die Menschen in Not erreichen sollte. «Das werden wir im Auge behalten», warnte er.
Syrien hatte es bisher vermieden, die EU formell um Hilfe zu ersuchen, die im Rahmen des Bürgerkriegs, in den Syrien seit 2011 verwickelt ist, vorerst die Hilfe für humanitäre Organisationen verstärkt hat, die im Norden des Landes tätig sind, dem am stärksten von dem Erdbeben betroffenen Gebiet, das von verschiedenen Oppositionsgruppen kontrolliert wird.
Auf den Vorwurf aus Damaskus, die Ankunft der humanitären Hilfe werde durch internationale Wirtschaftssanktionen, einschließlich der EU-Sanktionen, die sich gegen das Regime richten, blockiert, wies Lenarcic diesen Vorwurf zurück und betonte, die Maßnahmen beträfen vor allem Personen, die Al Asad nahe stünden, regimenahe Unternehmen und Wirtschaftssektoren wie die Ausfuhr von Ausrüstung für die zivile Repression, den Handel mit Erdölprodukten und das Verbot der Finanzierung des syrischen Staates.
«Ich weise kategorisch zurück, dass die europäischen Sanktionen Auswirkungen auf die humanitäre Hilfe haben. Die Sanktionen wurden 2011 wegen der gewaltsamen Unterdrückung der syrischen Bevölkerung, einschließlich des Einsatzes von Chemiewaffen, verhängt», so der Kommissar, der zusammenfassend feststellte, dass die Maßnahmen keine Maßnahmen vorsehen, die «die Bereitstellung von Soforthilfe oder humanitärer Unterstützung beeinträchtigen».
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






