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Niederlande laden russischen Botschafter wegen MH17-Absturz 2014 vor

Ingrid Schulze

2023-02-09
Archiv
Archiv – Flagge von Russland – Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Das niederländische Außenministerium hat den russischen Botschafter in Amsterdam, Alexander Shulgin, vorgeladen, nachdem die Behörden des Landes am Mittwoch Beweise vorgelegt haben, die den russischen Präsidenten Wladimir Putin in den Abschuss des Fluges MH17 in der Ostukraine im Jahr 2014 verwickeln.

Während einer Rede vor niederländischen Parlamentariern am Mittwoch sagte der niederländische Premierminister Mark Rutte, Shulgin sei ins Außenministerium gerufen worden, um «schriftliche und mündliche Erklärungen» über den Bericht der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe (JIT) zu MH17 abzugeben.

Daraufhin hatten einige Parlamentarier den Premierminister aufgefordert, auf niederländischem Boden zu bleiben und einen Vertreter zum EU-Gipfel zu schicken, damit er aus erster Hand den neuesten Bericht über den verhängnisvollen Absturz verfolgen kann, bei dem 283 Passagiere und 15 Besatzungsmitglieder ums Leben kamen, so der niederländische Rundfunk NOS.

Die niederländische Staatsanwaltschaft erklärte am Mittwoch, es gebe Hinweise darauf, dass Präsident Putin die Lieferung des Luftabwehrsystems «Bulk Telar» an prorussische Kräfte in der Ostukraine angeordnet habe, dessen Rakete angeblich für den Absturz von Flug MH17 im Jahr 2014 in der Region verantwortlich war.

Die Gemeinsame Task Force, die den Absturz des Malaysia-Airlines-Fluges in der Ostukraine untersucht, erklärte, dass es trotz dieser Ergebnisse nicht möglich sei, Putin anzuklagen, und bestätigte, dass die Ermittlungen ausgesetzt wurden. Die Ermittlungen sind an ihre Grenzen gestoßen», so die Agentur laut der Tageszeitung «NRC Handelsblad».

Die Justiz hat in der Vergangenheit bestätigt, dass es sich bei der Rakete, die das Flugzeug traf, um eine «Buk» handelte, die von einem Bauernhof aus abgeschossen wurde und 283 Passagiere und fünfzehn Besatzungsmitglieder in den Tod riss. Die Richter kamen zu dem Schluss, dass es genügend Beweise für die Hypothese gibt, dass die Rakete russisch war und von diesem Gebiet aus abgefeuert wurde, das damals unter der Kontrolle der prorussischen Kräfte stand.

Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)

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