
Der Vorsitzende der FDP, Christian Lindner, schloss am Montag trotz des schlechten Abschneidens der Partei bei den Wahlen am Sonntag in Berlin, bei denen sie trotz Regierungsbeteiligung auf Bundesebene nicht antreten konnte, einen Kurswechsel aus.
Lindner verteidigte seine Beteiligung an der «Ampel»-Koalition. «Andere sollen an Verbote, Fesseln, Steuererhöhungen und Schulden denken. Wir sind der Garant dafür, dass das Land in der politischen Mitte bleibt», argumentierte er laut ARD.
Allerdings räumte er die schlechten Ergebnisse in Berlin ein. «Die Zahlen sind sehr eindeutig. Leider haben die Freien Demokraten bei der Berlin-Wahl den Anschluss an die Wähler verloren», so Lindner.
Die FDP erhielt 4,6 Prozent der Stimmen und lag damit unter dem vom Wahlgesetz geforderten Mindestanteil von 5 Prozent. Die konservative Christlich Demokratische Union (CDU) war der große Gewinner der Wahl. Die Sozialdemokratische Partei (SPD) und die Grünen haben jedoch genügend Unterstützung, um weiter zu regieren.
«Wir haben auf den letzten Metern taktisch gegen die CDU verloren und es nicht geschafft, unsere Anhänger zu mobilisieren», argumentierte Lindner, der gemeinsam mit seinem Berliner Kandidaten Sebastian Czaja zu einer Pressekonferenz in Berlin erschien. Für Lindler ist Czaja «ein starker, hochrangiger Kandidat».
Seit dem Eintritt in die Ampelkoalition mit SPD und Grünen im Bund hat die FDP bei Landtagswahlen schlecht abgeschnitten. Die FDP scheiterte im Saarland und verlor in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen an Zustimmung. Auch im niedersächsischen Landtag war sie nicht vertreten.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






