
Der schwedische Verteidigungsminister Pal Jonson erklärte am Mittwoch, dass Stockholm bestrebt sei, der NATO «so bald wie möglich» beizutreten, und zwar Hand in Hand mit Finnland, mit dem es im Mai letzten Jahres einen gemeinsamen Beitrittsantrag gestellt hat, der nun von der Türkei und Ungarn blockiert wird, die als einzige Bündnispartner ihren Beitritt noch nicht ratifiziert haben.
Vor dem zweiten Tag des Treffens der Verteidigungsminister der Alliierten betonte Jonson, dass seine Gespräche mit Generalsekretär Jens Stoltenberg zu einer Zusage für einen gleichzeitigen NATO-Beitritt Schwedens und Finnlands geführt hätten.
«Wir waren uns alle einig, dass Schweden und Finnland gemeinsam starten, gemeinsam ratifiziert werden und dem Bündnis gleichzeitig beitreten sollten», erklärte er, räumte aber ein, dass die Frage nun von Ankara abhängt, das wegen mangelnder Zusammenarbeit bei der Terrorismusbekämpfung ein Veto gegen Schweden einlegt.
Auch sein finnischer Kollege Mikko Savola versicherte, er hoffe, dass das Land «bald» der NATO beitreten könne und betonte, dass 28 der 30 Bündnispartner den Beitrittsprozess bereits ratifiziert hätten.
Nachdem sich in Finnland angesichts der anhaltenden türkischen Blockade Schwedens die Option eines Alleingangs durchgesetzt hatte, betonte der Minister, dass Helsinki weiterhin für eine gemeinsame Mitgliedschaft eintrete. «Es ist besser für Finnland, für Schweden und für die NATO», sagte er und bekräftigte, dass es wichtig sei, dass beide nordischen Länder «so bald wie möglich» Mitglied der Militärorganisation werden.
Angesichts der Zurückhaltung der Türkei setzt die NATO nun den Gipfel der Staats- und Regierungschefs der Verbündeten in Vilnius (Litauen) im Juli als Frist für den Beitritt Schwedens und Finnlands fest, da die Verbündeten davon ausgehen, dass die Ratifizierung aufgrund der Wahlsituation in der Türkei bis zum Sommer verschoben wird.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






