
Das UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) hat für das Jahr 2022 bisher 18 palästinensische Todesopfer bei IDF-Aktionen im Westjordanland gezählt, womit dies das tödlichste Jahr im Westjordanland seit 2005 ist.
Im zweimonatlichen OCHA-Bericht über den Schutz der Zivilbevölkerung werden 18 getötete und mehr als 200 verletzte Palästinenser aufgeführt, wie die palästinensische Nachrichtenagentur WAFA berichtet.
Der schwerste Vorfall war die verdeckte israelische Operation, bei der am 25. Oktober und 3. November in Nablus und Dschenin sechs Palästinenser getötet und 28 weitere verletzt wurden.
Fünf weitere Palästinenser wurden bei vier Zwischenfällen in verschiedenen Teilen des Westjordanlandes getötet, zuletzt am Montag ein 15-jähriges Mädchen.
Darüber hinaus berichtet OCHA, dass die israelischen Streitkräfte die Bewegungsfreiheit der Palästinenser einschränken und 54 Grundstücke in Ost-Jerusalem und im Gebiet C des Westjordanlandes abgerissen, beschlagnahmt oder zwangsweise geräumt haben, weil die israelischen Behörden keine Genehmigungen erteilt haben. Sieben dieser Häuser wurden mit humanitärer Hilfe oder Kooperationshilfe gebaut.
Infolgedessen wurden 35 Personen aus ihren Häusern vertrieben, darunter 16 Minderjährige, und fast 200 weitere Personen waren davon betroffen.
Nicht weniger als 41 dieser Grundstücke befanden sich in Gebiet C, und elf von ihnen wurden ohne Vorankündigung beschlagnahmt, ohne dass die Eigentümer Einspruch erheben konnten.
Dreizehn weitere Gebäude wurden in Ostjerusalem abgerissen, darunter sechs Häuser, die von ihren Besitzern zerstört wurden, um keine Geldstrafen an die israelischen Behörden zahlen zu müssen.
Darüber hinaus berichtet OCHA von 23 Vorfällen, bei denen jüdische Siedler die Ernte von Olivenhainen auf unterschiedliche Weise gestört haben. Zehn Palästinenser und acht Angehörige der israelischen Sicherheitskräfte wurden bei diesen Vorfällen verletzt. Mehr als 350 Olivenbäume wurden beschädigt und große Mengen von Oliven gestohlen.






