
Demonstranten haben die ehemalige Residenz des verstorbenen Obersten Führers des Iran, Ruhollah Khomeini, in Brand gesteckt. Dies geschah im Rahmen der seit zwei Monaten andauernden Demonstrationen nach dem Tod von Mahsa Amini, die festgenommen wurde, weil sie angeblich den Schleier nicht korrekt getragen hatte.
In den sozialen Netzwerken kursieren Videos, die zeigen, wie das Haus Khomeinis, das jetzt in ein Museum zu Ehren des Gründers der Islamischen Revolution umgewandelt wurde, in Flammen aufgeht, ohne dass sich die Behörden dazu geäußert haben.
Das Haus befindet sich in der Stadt Khomein, dem Geburtsort von Khomeini. Dem Nachrichtenportal Iran International zufolge haben Demonstranten auch ein religiöses Seminar in Qom, einer der heiligsten Städte des Landes, in Brand gesetzt.
Der Iran hat in den letzten Wochen angeprangert, dass westliche Länder hinter der Welle von Demonstrationen stecken. Der iranische Außenminister Hosein Amirabdolahian warf Israel und anderen «westlichen» Ländern vor, einen «Bürgerkrieg» zu planen.
Das Nachrichtenportal Human Rights Activists News Agency (HRANA) schätzt, dass seit dem Ausbruch der Proteste, die mehr als 330 Menschen, darunter rund 50 Angehörige der Sicherheitskräfte, das Leben gekostet haben, mehr als 15.000 Menschen vorübergehend oder bis heute in Polizeigewahrsam genommen worden sind.






