
Das Welternährungsprogramm (WFP) hat darauf hingewiesen, dass es zwar bereits mehr als 2 400 Tonnen Nahrungsmittel in die äthiopische Region Tigray geliefert hat, dass aber ein ungehinderter und dringender Zugang zu der Region erforderlich ist, um humanitäre Hilfe für rund 2,3 Millionen bedürftige Menschen zu leisten.
Wie die Agentur am Freitag mitteilte, haben 96 Lastwagen seit dem 15. November mehr als 2.400 Tonnen Lebensmittel in bedürftige Gebiete in Gondar, Kombolcha und Semera transportiert und damit rund 170.000 Menschen erreicht, ebenso wie 100.000 Liter Kraftstoff.
«Zum ersten Mal führt der Humanitäre Flugdienst der Vereinten Nationen (UNHAS) Flüge für den Transport von Passagieren und humanitärer Fracht zum Flughafen Shire in Tigray durch. Das WFP hat soeben den ersten Passagierflug seit Ende August nach Mekelle geschickt, nachdem es die staatliche Genehmigung erhalten hat», sagte er.
Obwohl der Zugang für humanitäre Hilfe durch Amhara zu Distrikten im Nordwesten und Süden von Tigray erreicht wurde, gibt es immer noch einige Orte, an denen die Helfer nicht eingesetzt werden können, wovon nach Angaben des WFP rund 170.000 Mütter und Kinder betroffen sind.
Das WFP hat außerdem berichtet, dass mehr als 100.000 Menschen in Mai Tsebri im Nordwesten und Alamata im Süden humanitäre Hilfe erhalten haben, seit die Straßen nach Tigray wieder geöffnet wurden. Hinzu kommen rund 540.000 Menschen, die Anfang November in Mekelle waren.
Insgesamt hat die Agentur seit Anfang November 29 Prozent der Gesamtbevölkerung, etwa 2,1 Millionen Menschen, erreicht. Das WFP erinnert daran, dass in ganz Äthiopien rund 22 Millionen Menschen Nahrungsmittelhilfe benötigen.
Zu den Einsatzgebieten des WFP gehören auch Afar, wo in diesem Jahr dreimal 650.000 Menschen erreicht wurden, sowie Amhara, wo 2022 zum vierten Mal humanitäre Hilfe für mindestens 675.000 Menschen geleistet wird.






