
Das somalische Parlament hat am Montag die für den Tag geplante gemeinsame Sitzung verschoben, nachdem die Terrorgruppe Al Shabaab am Sonntag ein Hotel in der Nähe des Präsidentenpalastes angegriffen hatte, in dem sich noch immer mehrere Angreifer verschanzt halten.
Die Sitzung war für Montag angesetzt, um den Haushalt 2023 zu erörtern, aber die Gründe für die Verschiebung wurden nicht bekannt gegeben, obwohl der Anschlag auf das Hotel Vila Rose nach Angaben des somalischen Radiosenders Radio Shabelle der wahrscheinlichste Grund ist. Der Ministerrat hat letzte Woche den Haushalt für das kommende Jahr gebilligt und die Vereinbarung an das Parlament weitergeleitet, das noch grünes Licht geben muss.
Lokale Medien haben bisher mindestens fünf Tote bestätigt, während Mohamed Dahir, ein somalischer Polizeibeamter, die Zahl der Toten in einer Erklärung gegenüber der deutschen Nachrichtenagentur DPA auf zehn erhöht hat.
Offizielle Quellen, die vom britischen Fernsehsender BBC zitiert wurden, erklärten unterdessen, dass sich der Angriff dem Ende nähere, obwohl die Kämpfe im Hotel noch nicht beendet seien. Die Regierung hat noch keine offizielle Zahl der Todesopfer bekannt gegeben.
Somalia hat in den letzten Monaten seine Offensiven gegen Al Shabaab mit Unterstützung lokaler Clans und Milizen verstärkt. Dies ist Teil einer Reihe von Entscheidungen von Präsident Hassan Shaykh Mohamud, der bei seinem Amtsantritt versprochen hatte, die Terrorismusbekämpfung in den Mittelpunkt seiner Bemühungen um die Stabilisierung des Landes zu stellen.






