
Türkische Geheimdienste haben bei einer Operation in Nordsyrien fünf mutmaßliche Mitglieder des Islamischen Staates festgenommen, nur zwei Tage nachdem die Dschihadistengruppe den Tod ihres Anführers Abu al-Hassan al-Hashemi al-Quraishi bestätigt hatte.
Sicherheitsquellen, die von der staatlichen türkischen Nachrichtenagentur Anatolia zitiert wurden, erklärten, die Verdächtigen seien in einer gemeinsamen Operation mit der Freien Syrischen Armee (FSA), einer von Ankara unterstützten Rebellengruppe, festgenommen worden.
So haben sie angegeben, dass sich unter den Verhafteten Abu Seif Tadmuri alias «Mohamed Khalid Ali» befindet, der die Operationen der dschihadistischen Gruppe im Rahmen der «Operation Friedensfrühling» leitete, die 2019 in der Türkei gegen die kurdisch-syrische Miliz Volksschutzeinheiten (YPG) gestartet wurde.
Unter den Festgenommenen befinden sich auch Mohamad Sali, alias «Abou Omer Korani», Halit Mohamed Isa al Hulu, alias «Abou Islam Salo», Ali Hussein Ali, alias «Abou Hassan Shami», und Shadi al Setem al Ali, alias «Abou Hamza», ein ranghohes Mitglied der Sprengstoffherstellungsabteilung der Terrorgruppe.
Der Islamische Staat bestätigte am Mittwoch den Tod von Abu al-Hasan al-Hashemi al-Quraishi, der im März nach dem Tod von Abu Ibrahim al-Hashimi al-Quraishi während einer Operation von US-Spezialkräften in der nordwestsyrischen Provinz Idlib die Führung übernommen hatte.
Der Sprecher des US-Zentralkommandos (CENTCOM), Joe Buccino, erklärte, Abu al-Hassan sei Mitte Oktober bei einer FSA-Operation in der südsyrischen Provinz Daraa getötet worden. Dies sei ein weiterer Schlag für die Terrorgruppe, die seit dem Tod von Abu Bakr al-Baghdadi im Jahr 2019 bereits drei Anführer verloren habe.






