
Der peruanische Verteidigungsminister Daniel Barragán hat am Samstag in einem Schreiben an den Präsidenten seinen Rücktritt eingereicht, in dem er «persönliche Gründe» angab und Pedro Castillo für die Gelegenheit dankte.
«Ich spreche dem Chef des Oberkommandos der Streitkräfte, den Oberbefehlshabern der Luftwaffe, der Marine und des Heeres von Peru sowie dem militärischen und zivilen Personal des Verteidigungssektors meine tiefe Dankbarkeit für ihre Unterstützung und Zusammenarbeit bei der Verwirklichung der strategischen Ziele des Sektors aus», heißt es in dem auf Twitter veröffentlichten Schreiben.
Barragán hatte das Amt am 23. September übernommen und löste damit Richard Tineo ab, der die entsprechende Stelle im Ministerium für Verkehr und Kommunikation angetreten hatte.
Der Rücktritt hat mehrere Kongressabgeordnete zu der Behauptung veranlasst, Pedro Castillo bereite einen Staatsstreich vor, was Barragán nicht unterstützen wollte. Castillo hat dies vehement bestritten und erklärt, seine Regierung habe nicht die Absicht, das Parlament auszuschalten, um einen Amtsenthebungsantrag zu vermeiden.
Auch die Präsidentschaft des Ministerrats hat diese Gerüchte schnell dementiert. «Die Regierung des Volkes achtet die demokratischen Grundsätze, und wir rufen alle guten Peruaner auf, sich nicht an Spekulationen über einen angeblichen Zusammenbruch der verfassungsmäßigen Ordnung zu beteiligen. Die Exekutive bekräftigt ihren absoluten Respekt für alle Regierungszweige», erklärte er auf Twitter.






