
Die portugiesische Steuerbehörde hat am Donnerstag drei Verdächtige verhaftet, die an einem mutmaßlichen Mehrwertsteuerbetrug beteiligt waren, bei dem es um aus Spanien importierte und in Portugal über eine Kette von Wiederverkäufern verkaufte Kraftstoffe ging, wobei ein geschätzter Schaden von mehr als 26 Millionen Euro entstand.
Fünfzehn Unternehmen und fünf Einzelpersonen werden verdächtigt, daran beteiligt zu sein, und 21 von einem Richter angeordnete Durchsuchungen wurden auch in den Städten Aveiro, Porto und Lissabon durchgeführt.
Den Ermittlungen zufolge ermöglichte das System den Verdächtigen auch, Kraftstoff zu niedrigeren Preisen auf den Markt zu bringen und so einen illegalen Vorteil gegenüber ehrlichen Wirtschaftsbeteiligten zu erlangen.
Die drei Verhafteten, die wegen Steuerbetrugs, krimineller Vereinigung und Geldwäsche angeklagt sind, werden dem Gericht zur Anwendung der entsprechenden Zwangsmaßnahmen vorgeführt.
Neben den Verhaftungen führte die Operation auch zur Beschlagnahmung von 16 Immobilien, 24 Fahrzeugen (einige davon Luxusfahrzeuge), sieben Beteiligungen und Bankkonten im Wert von 11 Millionen Euro.
An der Operation waren insgesamt 50 Steuerinspektoren der Direktion für Betrugsbekämpfung des Zolls (Direção Antifraude Aduaneira»), der Finanzdirektion Porto (Direção de Finanças do Porto») und der portugiesischen technischen und computerforensischen Einheit in Zusammenarbeit mit Beamten der portugiesischen Polizei für öffentliche Sicherheit (PSP) beteiligt.
An der von der Europäischen Staatsanwaltschaft (EPPO) geleiteten Operation waren auch zwei stellvertretende Europäische Staatsanwälte und zwei Ermittlungsrichter beteiligt.






