
Die Regierung von Bosnien und Herzegowina hat die Einigung der 27 EU-Mitgliedstaaten, dem Land den Status eines EU-Beitrittskandidaten zu verleihen, als «historischen» Schritt begrüßt und sieht neuen «Entwicklungsmöglichkeiten» entgegen.
Der bosnische Außenminister Bisera Turkovic begrüßte am Dienstagmorgen auf Twitter die «guten Nachrichten» aus Brüssel, wo die Europaminister der EU-27 tagten. Die Entscheidung wird auf dem EU-Gipfel der Staats- und Regierungschefs am Donnerstag gebilligt.
Turkovic erinnerte an die Kontakte mit den verschiedenen europäischen Regierungen und auch mit dem Hohen Vertreter für die Außenpolitik, Josep Borrell, und dem Kommissar für Erweiterung, Oliver Varhelyi, aus denen ein Status hervorging, den er sowohl als «Anreiz» als auch als «Anerkennung» für die in Bosnien erzielten Fortschritte betrachtet.
Der Minister ist zuversichtlich, dass sich nun neue Wege der Zusammenarbeit mit der EU eröffnen werden, um mehr Mittel und Investoren zu erhalten.
Die europäische Perspektive von Bosnien und Herzegowina hängt von der Agenda der Europäischen Kommission mit 14 politischen und demokratischen Reformen im Jahr 2019 und von den Fortschritten bei der parteiübergreifenden Vereinbarung in Bosnien und Herzegowina zur Überwindung des politischen Stillstands im Land ab. Die Frage des Kandidatenstatus war somit als Sprungbrett für Sarajevo gedacht, um sich der europäischen Tür zu nähern und seine Reformagenda zu beschleunigen.






