
Der mauretanische Ministerrat hat den Entwurf eines Dekrets zur Einrichtung einer nationalen Stelle für die Verwaltung und Erhebung der «Zakat» oder «Zakat al-Fitr», der obligatorischen jährlichen Almosen des Islam, gebilligt.
Die mauretanische Regierung plant die Einrichtung eines Sonderkontos für diese Mittel, eine Spende für die am stärksten Benachteiligten nach den Regeln der Solidarität, die im Islam gelten und in der Scharia festgeschrieben sind.
Nach Angaben des Rundfunksenders RFI hat diese als «Mauretanisches Zakat-Haus» bezeichnete Einrichtung die Aufgabe, «die Verteilung» dieser Almosen «an die Berechtigten» sicherzustellen.
Bisher war die Sammlung dieser Almosen in Mauretanien nicht geregelt, da jeder nach eigenem Gutdünken gespendet hat.
Die islamistische Oppositionspartei Tawassoul wollte sich nach Angaben des genannten Radiosenders nicht äußern und wartet darauf, mehr über den Funktionsmechanismus, die Transparenz und die Verwaltung des künftigen Gremiums zu erfahren, das zu Beginn dieser Woche beschlossen wurde.
Der Gesetzentwurf sieht die Eröffnung eines speziellen Bankkontos für die Sammlung von Spenden vor, um «Transparenz zu gewährleisten, Vertrauen zu schaffen, die Kosten zu senken und das Erreichen der gewünschten religiösen und wirtschaftlichen Ziele sicherzustellen», so die mauretanische Nachrichtenagentur Nouakchott d’information.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






