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Das Parlament fordert das Verteidigungsministerium auf, die überhöhten Preise für Lebensmittel für die Armee zu erklären

Ingrid Schulze

2023-01-21
Archiv
Archiv – Der ukrainische Verteidigungsminister Oleksi Reznikov – Boris Roessler/dpa

Das ukrainische Parlament hat den Leiter des Verteidigungsministeriums vorgeladen, um Erklärungen für einen Bericht zu verlangen, in dem der Kauf von Lebensmitteln für das Militär weit über dem Marktpreis aufgedeckt wurde.

Der von der Wochenzeitung «Dzerkalo Tikhnia» (ZN) aufgedeckte Skandal zeigt, dass die ukrainische Armee beispielsweise Eier zum Preis von 17 Grivna (0,43 Euro) pro Stück gekauft hat, während sie auf der Straße für 7 Grivna (0,18 Euro) verkauft werden, und zwar im Rahmen einer Vereinbarung über die Lieferung von Lebensmitteln im Wert von 13.600 Mio. Grivna, d.h. rund 340 Mio. Euro für Militäreinheiten, die in den Regionen Poltawa, Sumi, Kiew, Jitomir, Tschernygow oder Tscherkasi fernab der Front stationiert sind.

Daraufhin kündigte die stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für nationale Sicherheit, Verteidigung und Nachrichtendienste der ukrainischen Werchowna Rada, Mariana Bezugla, am Samstag an, dass sie beabsichtige, die Führung des Verteidigungsministeriums unter der Leitung von Minister Oleksii Reznikov zu einer geschlossenen Sitzung vorzuladen, um Erklärungen zu erhalten.

Bezugla fügte auf seiner Facebook-Seite hinzu, dass das Treffen zwar vertraulich sei, er aber die wichtigsten Schlussfolgerungen in den sozialen Medien veröffentlichen werde, während er ankündigte, dass der Staatliche Rechnungshof eine Prüfung des Verteidigungsministeriums durchführe und diesbezüglich «starke Schlussfolgerungen» voraussage.

«Ich danke den Journalisten von ZN.UA für ihre Arbeit. Man darf nicht vergessen, dass wir auch unter Kriegsrecht eine Demokratie sind und bleiben müssen», fügte Bezugla hinzu. «Es stimmt, dass unser Verteidigungsministerium während des Krieges im Jahr 2022 viel getan hat, aber wir können keine Versäumnisse ignorieren, insbesondere angesichts des Risikos der Korruption», sagte er.

Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)

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