
Rund 4,5 Millionen Menschen sind an diesem Samstag aufgerufen, in einem Referendum darüber abzustimmen, ob die Verfassung reformiert werden soll, um vorgezogene Wahlen zu ermöglichen, wie es in anderen Ländern der Europäischen Union üblich ist.
Die Befürworter der Verfassungsänderung wollen die Möglichkeit vorzeitiger Neuwahlen in der Slowakei zulassen, denn bisher sieht die Magna Carta des Landes vor, dass das für vier Jahre gewählte Parlament nicht vorzeitig aufgelöst werden kann, selbst wenn eine Regierung zerfällt und keine Mehrheit für eine neue Koalition gefunden werden kann.
Die linke Opposition hat das Referendum erzwungen, nachdem rund 400.000 Menschen eine Petition unterschrieben hatten, in der die Änderung gefordert wurde, berichtet die Nachrichtenagentur DPA.
Bratislava wird derzeit von einer konservativen Drei-Parteien-Koalition regiert, die keine parlamentarische Mehrheit mehr hat. Im Falle von Neuwahlen droht allen Umfragen zufolge eine totale Niederlage, weshalb die Regierungsparteien versuchten, die Abstimmung bis zum Schluss zu verhindern. Die nächste Wahl würde erst 2024 stattfinden.
Das Referendum ist nur dann gültig, wenn mindestens 50 Prozent der Wahlberechtigten daran teilnehmen. Diese Wahlbeteiligung wurde jedoch – abgesehen vom Referendum über den EU-Beitritt vor 20 Jahren – noch nie erreicht.
Die Wahllokale werden am Samstag von 7 bis 22 Uhr geöffnet sein.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






